ANA, Finnair, Emirates: Immer mehr Airlines kürzen Treibstoffzuschlag

Treibstoffzuschläge

In den letzten Wochen reiben sich Meilensammler verwundert die Augen: Immer mehr Airlines verabschieden sich komplett von den „Treibstoffzuschlag“ genannten Airline- Zuschlägen ganz oder reduzieren diese. Während sich für Bezahltickets vermutlich nichts ändert, profitiert man bei der Buchung von Prämientickets mit Meilen.

Den Anfang hatte Emirates gemacht. Weitgehend ohne mediale Begleitung waren in Emirates‘ Vielfliegerprogramm Skywards die irreführend als Treibstoffzuschlag bezeichneten Preisaufschläge deutlich reduziert worden. Musste man für einen Prämienflug von Deutschland nach Dubai (return) mit ungefähr 800 Euro Zuschlägen rechnen, von denen Airline- Zuschläge den größten Teil ausmachten, sind diese seit Mai diesen Jahres auf ca. 250 Euro gesunken – unabhängig davon, ob ihr ein Prämienticket in der Business oder First Class bucht. Von den 250 Euro Zuzahlung sind nun etwa 150 Euro Airline- Zuschläge, der Rest entfällt auf „echte“ Abgaben wie die deutsche Luftverkehrsabgabe oder Flughafensteuern.

Im Juni wurde dann bekannt, dass auch Finnair und das japanische Star Alliance Mitglied All Nippon Airways (ANA) die Airline- Zuschläge abgeschafft haben. ANA- Flüge, auf die ohnehin nur moderate Airline- Zuschläge erhoben wurden, sind nun z.B. für Miles & More Meilensammler auf dem Weg nach Asien noch attraktiver und selbst das chronisch unattraktive Programm von Finnair ist mit dem Wegfall der Zuschläge auf Finnair- Flüge auf einmal mindestens auf der einen oder anderen Strecke einen zweiten Blick wert.

Abschaffung der Airline- Zuschläge für Bezahltickets irrelevant

Der normale Flugpassagier wird diese Veränderung bei der Buchung eines Bezahltickets voraussichtlich gar nicht mitbekommen, denn es ist anzunehmen, dass die Airlines einfach den Grundpreis des Tickets um den Betrag erhöhen werden, um den sie den Airline- Zuschlag absenken. Ein klassisches Nullsummenspiel also, für das die Airlines unterschiedliche Gründe haben werden. ANA beispielsweise unterliegt der Genehmigungspflicht für seine Zuschläge durch staatliche Behörden in Japan. Welche Gründe Finnair und Emirates für die Absenkung bzw. Abschaffung haben, darüber kann zunähst nur spekuliert werden.

Anders als der normale Passagier, der sein Ticket mit Geld bezahlt, profitieren Passagiere, die ihr Ticket mit Prämienmeilen buchen, in vollem Umfang von der Absenkung der Zuschläge. Da insbesondere bei Emirates die Airline- Zuschläge ein relevanter Teil des Preises waren, der sich aus einer Anzahl an Meilen und eben den staatlichen Abgaben einerseits und einem Airline- Zuschlag andererseits zusammensetzen, macht die Absenkung dieses Preisbestandteils Prämienflüge mit Emirates auf einen Schlag deutlich attraktiver. Lest zum Thema „Treibstoffzuschlag“ auch meinen Artikel Warum Prämienflüge nicht kostenlos sind.

ANA, Finnair, Emirates: Immer mehr Airlines kürzen Treibstoffzuschlag: Fazit

Allgemein wird eher davon ausgegangen, dass Fliegen in der Post- Corona- Zeit teurer werden wird. Das Beispiel der sinkenden Airline- Zuschläge zeigt, dass das nicht für alle Bereiche zutreffen muss und dass es auch im Flugverkehr Gewinner und Verlierer geben wird.

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Kai ist jahrelang als Backpacker um die Welt gereist, bis er gemerkt hat, dass man für wenig Geld auch recht luxuriös reisen kann. Auf Loungerocker.de teilt er seine Lounge- und Reise- Erlebnisse mit euch und zeigt euch Wege, wie auch ihr mit wenig Aufwand viel bequemer reisen könnt.

 

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