Comdirect Visa Card: Kostenlos weltweit Geld abheben

Comdirect Visa Card

Das komplett kostenlose Comdirect Girokonto und das ebenfalls kostenlose Wertpapier- Depot sind in ihrer Klasse absolute Top Produkte; die Comdirect Visa Card dagegen kann im Vergleich der besten Reise- Kreditkarten nur bedingt überzeugen. In diesem Artikel stelle ich euch Stärken und Schwächen der Comdirect Visa Karte vor.

Vorteile der Comdirect Visa Card

Die Visa Card zum kostenlosen Girokonto, das es oft mit attraktivem Bonus bei Abschluss gibt, ist natürlich ebenfalls kostenlos; es wird also keine Jahresgebühr berechnet. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, ich hatte die Kreditkarte seinerzeit nicht mal beantragt sondern ungefragt gemeinsam mit der Girocard zugeschickt bekommen. Mit beiden zusammen kann man in der Tat weltweit kostenlos Geld vom Automaten abheben. Allerdings muss man genau darauf achten, wo man welche Karte benutzt. Im Euroraum ist nämlich nur die Benutzung der Girokarte kotenlos, während die Nutzung der Visa Kreditkarte ziemlich happige Gebühren verursacht. Hebt man dagegen in irgendeinem Land der Welt eine Fremdwährung vom Geldautomaten ab, ist nur die Nutzung der Visa Kreditkarte kostenlos, während wiederum die Girocard sehr teuer ist.

Im Alltag sollte das vermutlich keine Rolle spielen, weil man sich das wohl merken kann, doch wenn man noch mit weiteren Kreditkarten hantiert, kann man schon schneller mal den Überblick darüber verlieren, welche Karte man wo benutzen darf.

Trotzdem notieren wir mal als Vorteil, dass die Bargeldversorgung weltweit kostenlos ist und dies zumindest nicht an Mindestumsätze geknüpft ist wie bei der DKB. Auch die Tatsache, dass der Rechnungsbetrag zur Fälligkeit vom Comdirect- Girokonto eingezogen wird und man hier nicht in eine Kostenfalle tappen kann wie bei der 1plus Visa Card der Santander Bank ist ein Plus. Auch kann man im Onlinebanking seine Wunsch PIN für die Kreditkarte einrichten.

Nachteile der Comdirect Visa Card

Die kostenlose weltweite Bargeldversorgung ist zwar ein Vorteil, doch der Kuddelmuddel mit den beiden Karten ist ein bisschen nervig. Auch gibt es ein Abhebungslimit für die Visa Card, das auch nicht erhöht werden kann. Dies teilte man mir jedenfalls bei der Hotline mit. Ob das vielleicht doch eher umsatzabhängig ist und bei mir nicht erhöht wurde, weil ich das Girokonto zu dem Zeitpunkt nicht wirklich genutzt habe, vermag ich nicht zu sagen, doch die Aussage war jedenfalls, dass beim Geldabheben das Limit 500 Euro pro Abhebung betragen würde. Während das für den Urlauber vermutlich absolut ausreichend ist, war das für mich, der die meiste Zeit des Jahres in Thailand, einem Land mit den so ziemlich höchsten Fremdgebühren am Geldautmaten (ca. 6,50 Euro je Abhebung), verbringt, sehr ärgerlich, weil ich so die ungefähr doppelten Kosten an Fremdgebühren hatte wie mit der DKB.

Auch die Bargeldversorung innerhalb Deutschlands ist auf Geldautomaten der Commerzbank, der Deutschen Bank, der Postbank sowie der Hypo Vereinsbank beschränkt. Allerdings kann man sich Geld auch im Einzelhandel bei einigen Geschäften wie REWE, Penny oder Aldi Süd auszahlen lassen.

Was aber ein echter Nachteil ist, sind die Gebühren für die Zahlung mit der Karte in Fremdwährung. Hier werden anders als bei DKB, Santander Bank und auch der Genial Card der Hanseatic Bank 1,7% Fremdwährungsgebühr fällig. Das in Kombination mit dem geringen Auszahlungslimit macht die Comdirect zumindest für längere Auslandsaufenthalte eigentlich unbrauchbar.

Comdirect Visa Card: Fazit

Ich habe die Comdirect Visa Card weiterhin, weil das Girokonto, das ich mittlerweile auch aktiv nutze, einfach klasse ist. Wer nur gelegentlich für ein paar Tage im Ausland ist und dort überwiegend mit Bargeld zahlt, für den ist die Comdirect Visa Card auch vollkommen ausreichend. Ich nutze sie in Asien als Backup für die DKB, da Kreditkarten immer mal aus Sicherheitsgründen gesperrt werden können (was mir bei der DKB im Laufe der Jahre auch schon drei Mal passiert ist).

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Wer schreibt denn hier?

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Kai ist jahrelang als Backpacker um die Welt gereist, bis er gemerkt hat, dass man für wenig Geld auch recht luxuriös reisen kann. Auf Loungerocker.de teilt er seine Lounge- und Reise- Erlebnisse mit euch und zeigt euch Wege, wie auch ihr mit wenig Aufwand viel bequemer reisen könnt.

 

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