Weltreise mit Meilen Routenplanung

Um Weihnachten herum hatte ich die erforderlichen Miles & More Meilen für eine Weltreise in der Business Class zusammen. Seitdem habe ich ein bisschen Zeit mit der Routenplanung für die Weltreise mit Meilen verbracht. Auf welche Probleme ich dabei stoße, möchte ich euch in diesem Artikel erzählen. Vielleicht hilft es dem einen oder der anderen, die auch den Traum haben, in der Business Class um die Welt zu reisen.

Weltreise mit Meilen – Die Erwartungen

Die Regeln für die Rund um die Welt- Flugprämie, wie sie bei Miles & More heißt, sind relativ einfach gehalten. Für 335.000 Prämienmeilen kann man zehn Segmente abfliegen und bis zu sieben Stopover einlegen. Dabei müssen sowohl der Pazifik als auch der Atlantik überquert werden.

Theoretisch können dabei Flüge aller 27 Star Alliance Mitglieder gebucht werden. Praktisch wird das durch reale Verfügbarkeiten von Prämienflügen in der Business Class deutlich eingeschränkt, aber darum gehts mir im Moment noch nicht. In diesem Stadium meiner Routenplanung für die Weltreise mit Meilen versuche ich die zehn Segmente mit den sieben Stopovern zu optimieren.

Dabei kommt es mir auf ein paar Dinge an. Zum einen will ich keine wertvollen Segmente für Kurzstrecken vergeuden. Zubringer nach Frankfurt zum Abflug wird also nicht auf dem Ticket laufen sondern separat gebucht werden. Zum anderen will ich kein Segment ohne echte Business Class fliegen. Strecken, die nur mit Flugzeugen der A320- Reihe oder B737 bedient werden, kommen also nicht in Frage.

Bei der Route an sich kommt es mir nicht ausschließlich auf die Städte und Länder an, die ich bereise sondern auch auf die Bordprodukte der Airlines. Ich möchte also mit möglichst vielen Airlines fliegen, die ich noch nicht kenne und die ein spannendes Bordprodukt in der Business Class bieten. Wo es geht, will ich hohe Airline- bzw. Treibstoffzuschläge vermeiden – wohl wissend, dass das fast umöglich ist.

Weltreise mit Meilen – Routenplanung 1.0

Hier ist die erste Version meiner geplanten Route. Ich weiß, dass das am Ende so nicht klappen wird. Also dokumentiere ich das hier auch zu Zwecken der späteren Nachverfolgung, wie viele Kompromisse ich mit den Gegebenheiten am Ende machen musste. In diesem Stadium habe ich erstmal nur recherchiert, ob die Strecke tatsächlich von der gewünschten Airline bedient wird und welche Alternativen es mit anderen Star Alliance Mitgliedern geben würde.

Weltreise mit Meilen Routenplanung
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Wie ihr seht, beginnt meine Reise in Frankfurt und endet in Zürich. Zu- und Abbringer von den internationalen Airports an meinen Heimatflughafen Hamburg würden mich je ein Segment kosten. Da ich keine wertvollen Segmente für einen 45 Minuten- Flug in einem Economy- Sitz verschwenden will, buche ich die Zubringer separat. Die Reise sieht dann wie folgt aus.

  • Frankfurt – Kapstadt mit South African Airways, alternativ mit Ethiopian über Addis Abeba, was aber ein zusätzliches Segment kosten würde
  • Kapstadt – Istanbul (Layover) – Bangkok mit Turkish Airlines
  • Bangkok – Taipeh (Layover) – Tokio mit EVA, alternativ ersten Leg mit THAI und zweiten mit All Nippon Airways
  • Tokio – Vancouver mit All Nippon Airways
  • Vancouver – Montreal (Layover) – Bogota mit Air Canada
  • Bogota – Rio de Janeiro mit Avianca
  • Rio de Janeiro – Zürich mit SWISS

Die gesamte Reise umfasst zehn Segmente, sieben Stopover und insgesamt 37.008 Meilen Strecke. Ob es für die jeweiligen Strecken entsprechende Verfügbarkeiten in der Business Class der jeweiligen Airlines gibt, weiß nur Gott allein. Dies wird sicherlich noch das größte Problem werden.

Probleme im Routing

Es sind aber auch in der genannten Route schon zwei problembehaftete Segmente. Zum einen wird gleich die erste Strecke von Frankfurt nach Kapstadt aktuell von South African Airways gar nicht bedient. Ich weiß nicht, ob das coronabedingt ist oder ob die Strecke generell aus dem Flugplan gestrichen wurde. Auf der SAA Webseite taucht Frankfurt noch als Destination auf, nur buchbar ist die Strecke nicht – auch nicht fern in der Zukunft.

Nonstop wird diese Strecke nur von Lufthansa bedient und mit denen bin ich häufiger geflogen, ohne sonderlich begeistert zu sein. Außerdem möchte ich die hohen Airline- Zuschläge in der Lufthansa- Gruppe vermeiden. Alternativ bieten sich noch Egypt Air oder Ethiopian an, doch beide Alternativen bringen neue Probleme. Denn beide Airlines fliegen ja nicht direkt nach Kapstadt, so dass ich irgendwo anders im Routing wieder ein Segment einsparen müsste. Egypt Air fällt im Grunde genommen aus, weil die beide Teilstücke mit A320 bzw. B737 ohne echte Business Class bedienen. Ethiopian hat zwar auf beiden Teilstücken Großraumflugzeuge im Einsatz, aber mit Ethiopian bin ich schon geflogen – und ich würde eben gerne neue Airlines kennenlernen.

Bei dem Segment von Bangkok nach Tokio habe ich ernste Zweifel, ob es dort Verfügbarkeiten mit EVA geben wird. Plan B mit THAI und ANA ist nur die zweitbeste Lösung, weil THAI auf der Strecke nach Taipeh meist alte B777 mit uralter Business Class Bestuhlung in 2-3-2- Konfiguration einsetzt. Ggf. sollte ich die Strecke direkt mit THAI fliegen, denn nach Tokio hat THAI meist eine echte Business Class in der B747 oder im A380 im Einsatz. Hier hätte ich dann auch ein Segment eingespart, das ich vielleicht beim Flug nach Kapstadt einsetzen muss.

Eine interessante Alternative wäre von Bangkok über Seoul nach Tokio. Ich bin seit Jahren Diamond Mitglied bei Asiana Plus, ohne je mit Asiana geflogen zu sein. Da Asiana von Korean Air übernommen wird und dann wohl aus der Star Alliance herausgelöst wird, wäre das vielleich die letzte Gelegenheit, einmal Asiana zu fliegen. Gegen diese Lösung spricht, dass das Teilstück von Seoul nach Tokio mit einer kleinen Maschine ohne echte Business Class bedient wird.

Weltreise mit Meilen Routenplanung – Ausgerechnet Avianca

Während es für alle bisherigen Probleme irgendeine Lösung gibt, sieht es ausgerechnet beim vorletzten Segment von Bogota in Kolumbien nach Rio de Janeiro übel aus. Ich will auf jeden Fall den Rückflug nach Europa von Brasilien aus starten, weil das Land Treibstoffzuschläge verbietet. So spare ich auf dem Flug von Rio nach Zürich mit Swiss ein paar Hunderter. Zudem wollte einmal ich mit Avianca fliegen, die als eine der wenigen Star Alliance Airlines keine Airlinezuschläge erheben.

Dummerweise setzt Avianca auf dem 6,5- stündigen Flug nach Rio einen A320 ein. Erschwerend hinzu kommt, dass Avianca kürzlich angekündigt hat, die Business Class Sitze in allen A320 gegen Economy- Sitze auszutauschen. Bisher hat Avianca in den Maschinen eine 2-2- Konfiguration in der Business Class und etwas komfortablere Recliner- Sitze gehabt. Mir fehlt die Fantasie, auf einer „Weltreise in der Business Class“ über sechs Stunden in einem Economy- Sitz zu sitzen. Die neuen Sitze sollen nicht mal über ein IFE- System in der Business Class verfügen. Viele Alternativen hat die Star Alliance dummerweise in Südamerika nicht. Streng genommen gibt es mit Copa nur eine weitere Airline, die in der Region (Panama) beheimatet ist.

Es läuft daher darauf hinaus, dass der Aufenthalt in Kolumbien entfällt und ich direkt von Kanada mit Air Canada nach Brasilien fliege. Leider fliegt AC Rio nicht an, so dass es dann eben nach Sao Paulo geht.

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Weltreise mit Miles & More Meilen – die Routenplanung – Fazit

Während ich diesen Artikel geschrieben habe, sind mir bereits drei Probleme mit der Routenplanung für meine Weltreise mit Meilen aufgefallen – und ich habe noch nicht mal nach Verfügbarkeiten geschaut. Ich ahne, dass das noch ein quälendes Unterfangen wird. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

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Wer schreibt denn hier?

Loungerocker Kai in der Singapore Airlines Suites Class

 

Kai ist jahrelang als Backpacker um die Welt gereist, bis er gemerkt hat, dass man für wenig Geld auch recht luxuriös reisen kann. Auf Loungerocker.de teilt er seine Lounge- und Reise- Erlebnisse mit euch und zeigt euch Wege, wie auch ihr mit wenig Aufwand viel bequemer reisen könnt.

 

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