Avianca

Das südamerikanische Star Alliance Mitglied Avianca aus Kolumbien ist als Airline vermutlich den wenigsten bekannt. Tatsächlich betreibt Avianca nur vier Strecken nach Europa. Doch das Vielfliegerprogramm Lifemiles ist hochattraktiv und trotz einiger Verschlechterungen in den letzten Jahren immer einen Vergleich wert. In diesem Artikel schauen wir uns zunächst mal die Grundlagen von Lifemiles an.

Lifemiles von Avianca ist nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil es eines von nur vier mir bekannten Vielfliegerprogrammen ist, das die Treibstoffzuschläge genannten Airline- Zuschläge auf Prämienflüge, die sich z.B. bei Lufthansa- Flügen schnell auf ein paar Hundert Euro aufsummieren können, grundsätzlich nicht weitergibt.

Lifemiles: Welche Flüge kann ich buchen?

Als Star Alliance Mitglied könnt ihr bei Lifemiles generell Prämienflüge für alle Airlines der Star Alliance buchen. Das sind:

  • Aegean Airlines (Griechenland)
  • Air Canada (Kanada)
  • Air China (Volksrepublik China)
  • Air India (Indien)
  • Air New Zealand (Neuseeland)
  • All Nippon Airways (Japan)
  • Asiana Airlines (Südkorea)
  • Austrian Airlines (Österreich)
  • Avianca (Kolumbien)
  • Brussels Airlines (Belgien)
  • Copa Airlines (Panama)
  • Croatia Airlines (Kroatien)
  • Egypt Air (Ägypten)
  • Ethiopian Airlines (Äthiopien)
  • EVA Air (Taiwan)
  • LOT (Polen)
  • Lufthansa (Deutschland)
  • SAS Scandinavian Airlines (Dänemark/Norwegen/Schweden)
  • Shenzhen Airlines (Volksrepublik China)
  • Singapore Airlines (Singapur)
  • South African Airways (Südafrika)
  • Swiss (Schweiz)
  • TAP Portugal (Portugal)
  • Thai Airways International (Thailand)
  • Turkish Airlines (Türkei)
  • United Airlines (USA)

Ihr könnt also nicht nur Prämienflüge bei Avianca selbst buchen sondern bei allen diesen Airlines – und ihr zahlt, wie gesagt, bei keiner dieser Airlines die hohen Airline- Zuschläge. Es gibt ein paar Einschränkungen bei der Buchung von First Class Tickets. Diese sind für Lufthansa nur 14 Tage im Voraus zu buchen und für Singapore Airlines First Suites und Swiss First Class gibt es nur bei den jeweiligen Airlines Prämientickets. Diese Einschränkung betrifft aber nicht nur Lifemiles sondern alle Star Alliance Vielfliegerprogramme.

Avianca Lifemiles: Wie sammle ich Meilen bei Lifemiles?

Dummerweise könnt ihr eure vielen Meilen, die ihr wahrscheinlich schon bei Miles & More oder anderen Programmen gesammelt habt, nicht zu Avianca übertragen und leider gehört Lifemiles auch nicht zu den Transferpartnern von American Express in Deutschland (oder Österreich oder der Schweiz). Es stellt sich also die Frage, wo ihr die Meilen herbekommen sollt, mit denen ihr die Prämienflüge buchen könnt.

Darauf gibt es eine lange Antwort und eine kurze: Ihr könnt natürlich all eure Star Alliance Flüge bei Lifemiles gutschreiben lassen und könnt Punkte wie in jedem Vielfliegerprogramm mit Mietwagen oder Hotelübernachtungen sammeln.

Die kurze Antwort ist: Ihr könnt die Meilen einfach bei Lifemiles kaufen. Lifemiles gehört zu den Vielfliegerprogrammen, die ihre Meilen verkaufen und wie bei anderen Programmen ist das nicht sonderlich attraktiv, denn die Meilen kosten regulär 3,3 USD Cent, also ca. 3 Euro Cent. Doch es gibt alle paar Monate Aktionen, bei denen Lifemiles- Meilen mit einem Bonus von 125% bis 145% verkauft werden. Wenn ihr also 100.000 Meilen kauft, bekommt ihr im besten Fall 245.000 Meilen gutgeschrieben. So geht der Preis auf bis zu 1,21 Euro Cent runter, was ein sehr guter Preis ist.

Um Lifemiles zu kaufen, klickt in eurem Account in der Navigation rechts oben auf Buy Miles, gebt dann im nächsten Schritt an, wie viele Meilen ihr kaufen möchtet und schließt den Kauf mit der Zahlung ab. Die Meilen werden unmittelbar eurem Konto gutgeschrieben.

Darüber hinaus gibt es bei Lifemiles auch die Möglichkeit, mit Miles & Cash zu zahlen. Ihr könnt also bis zu 60% der erforderlichen Meilen noch bei der Buchung dazukaufen -und das zu einer viel besseren Preis, als wenn ihr die Meilen regulär kaufen würdet. Der Preis ist allerdings ein bisschen abhängig davon, wie viel Prozent des Meilenpreises ihr dazukaufen wollt. Den besten Preis erzielt ihr bei etwas weniger als 50%, dann steigt der Preis bis zu den maximal möglichen 60% wieder an. Im Idealfall kauft ihr Meilen bei der Buchung für ungefähr 1,5 Cent (Euro) dazu. Das ist nicht ganz so gut wie im Rahmen eines Sales, aber es lassen sich immer noch ein paar Super Deals machen.

Um Lifemiles bei einem Sale kaufen zu können, müsst ihr schon vor Beginn der Aktion registriert gewesen sein. Ihr solltet euch also für die nächste Bonusaktion schon mal kostenlos registrieren.

Avianca Lifemiles: Wie buche ich einen Prämienflug?

Um mit euren frisch gekauften Meilen nun einen Flug zu buchen, loggt euch in euer Konto ein und klickt oben in der Navigation auf „Fly“. Es öffnet sich die Suchmaske, bei der ihr oben unter „Smart Search“ sogar die Airline auswählen könnt, mit der ihr fliegen wollt. So erspart ihr euch das ermüdende Durchklicken durch Ergebnisse mit Airlines, die euch nicht interessieren.

Ihr könnt aber natürlich auch einfach auf Star Alliance stellen, wenn eure Strecke von mehreren Airlines bedient wird und euch egal ist, mit wem ihr fliegt.

Die Verfügbarkeiten sind insgesamt recht gut. Ich habe selbst für die First Classes, die hier zu buchen sind, relativ schnell Verfügbarkeiten gefunden – auch für Airlines, bei denen ich mich bei Miles& More schon totgesucht habe. Hier ein paar Beispiele:

Air China First Peking- Los Angeles
Air China First Peking- Los Angeles

 

All Nipon Airways First Tokio- San Franciso
All Nipon Airways First Tokio- San Franciso

 

Lufthansa First München- Boston
Lufthansa First München- Boston

 

THAI First Bangkok - Tokio
THAI First Bangkok – Tokio

Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Meilenwerte für First Class Flüge durchaus konkurrenzfähig sind und dass die Zuzahlungen eben sehr viel geringer sind als bei anderen Programmen, weil Lifemiles die Airline- Zuschläge nicht weitergibt.

Avianca Lifemiles: Was sind die Nachteile?

Nicht der gesamte Awardchart ist  überragend, aber er hat zweifellos seine Sweetspots. Was sehr schade ist, ist das Verbot von Stopovern; das schränkt einen in der Routengestaltung doch etwas ein. Aber für wilde Routings kann man dann ja seine Miles & More Meilen für 3-Zonen-Prämienflüge raushauen.

Prämienflüge mit Avianca Lifemiles buchen: Fazit

Meilen sind relativ leicht und günstig zu kaufen und die Meilenpreise für Premiumklassen sind oft günstig. Was will man mehr von einem Vielfliegerprogramm, das einem dann auch noch die Airline- Zuschläge vom Hals hält.

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Wer schreibt denn hier?

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Kai ist jahrelang als Backpacker um die Welt gereist, bis er gemerkt hat, dass man für wenig Geld auch recht luxuriös reisen kann. Auf Loungerocker.de teilt er seine Lounge- und Reise- Erlebnisse mit euch und zeigt euch Wege, wie auch ihr mit wenig Aufwand viel bequemer reisen könnt.

 

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