Austrian Senator Lounge Wien Review – Besser nicht hungrig hier landen

Keine Kommentare
Lounges

Am Ende eines langen Tages hatte ich noch einen Aufenthalt in der Austrian Senator Lounge Wien. Ich hatte mich schon in Stockholm nachhaltig satt gegessen, so dass ich das Buffet vielleicht auch deshalb nicht mehr zu schätzen gewusst habe. Mein Eindruck war kein wirklich guter und so habe ich mit diesem Review gewartet, bis ich einige Wochen später auf dem Rückflug einen weiteren Zwischenstopp in Wien hatte. Ich war nun in den beiden, sehr ähnlichen Senator Lounges in Wien – sowohl im Schengen- wie im Non- Schengen Bereich. Hier ist mein Review.

Austrian Senator Lounge Wien: Lage und Zugang

  • Öffnungszeiten: täglich von 07:45 – 13:30 Uhr (Gate G) bzw. Mo. 5:30 bis 20:00 und Di. – So. 13:30 bis 20:30 Uhr (Gate F)

Austrian betreibt am Airport Wien- Schwechat insgesamt sechs Lounges: jeweils drei im Schengen- und Non-Schengen- Bereich. Es gibt also am Gate F (Schengen) und G (Non-Schengen) je eine HON Circle Lounge, eine Senatoren und eine Business Lounge. Ich war in den beiden Senatoren Lounges, die sich vom Aufbau und Mobiliar sehr ähneln.

Im Non- Schengen Bereich sind die drei Austrian Lounges direkt hinter der Passkontrolle auf der Ebene 2. Die Lounges haben einen zentralen Zugang und ihr bekommt die für euch passende Lounge nach Sichtung eures Bording Passes sowie ggf. eurer Statuskarte. In der Regel ist euer Status bereits auf der Bordkarte vermerkt. Ihr erkennt das an dem Kürzel „*G“, das für Star Gold steht. Vor dem *G ist meist noch das Kürzel der Airline, bei der ihr den Status haltet.

Die Senator Lounge von Austrian im Schengen Bereich befindet sich dagegen zwischen den F- und G- Gates hinter der Sicherheitskontrolle. Geht dazu hinter der Siko links die Rolltreppe hoch und folgt dem etwas längeren Gang. Auch hier habt ihr die Lounges im Dreierpack.

Zugangsregeln für die Senator Lounge Wien

Wie die entsprechenden Gegenstücke von Lufthansa und SWISS ist auch bei Austrian die Senator Lounge nur offen für eben Miles and More- Senatoren oder andere Inhaber des Star Alliance Gold Status. Ein Business Class- Ticket oder der Priority Pass reichen hier nicht aus. Mit einem First Class Ticket einer Star Alliance Mitglieds- Airline kommt ihr dagegen in die Senator Lounge, nicht aber in die HON Circle Lounge, die nur für HON Circle Mitglieder sowie First Class Gäste von Lufthansa und SWISS ist. Wer in die Senator Lounge darf, kann auch einen Gast mitbringen. Bedingung ist, dass der Gast auf demselben Star Alliance Flug gebucht ist wie der Statusinhaber.

Neben dem Status benötigt ihr natürlich eine Bordkarte für einen Star Alliance Flug des gleichen Tages. Mit einem Eurowings Ticket kommt ihr nur in die Senator Lounge, wenn ihr einen Miles and More Senator Status habt.

Der Ausschluss von Business Class Gästen ohne Status gibt den Senator Lounges im Lufthansa- Konzern theoretisch einen Hauch von Exklusivität. Tatsächlich ist das Angebot an Speisen hier besser und die Auswahl größer als in den zudem meist überlaufenen Business Lounges. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass auch die Senator Lounges von Austrian oft überlaufen sind.

Bedenkt auch, dass in Wien laut Webseite noch Maskenpflicht in den Austrian Lounges herrscht (Stand: 19.05.2022). Ihr benötigt daher eine FFP2 Maske beim Check In.

Austrian Senator Lounge Wien – Ausstattung und Ambiente

Offen gestanden war mein erster Eindruck, als ich in die Senator Lounge gekommen bin, dass ich aus Versehen in der Kinderspielecke gelandet bin. Interieur und Atmosphäre waren für eine Senator- Lounge im Lufthansa- Konzern mindestens ungewöhnlich. Fangen wir es mal konstruktiv an. Farblich setzt Austrian mutige Akzente, indem neben der identitätsstiftenden Möblierung im Austrian- typischen Rotton andere frische Farben Einzug halten. Eine kleine Bonbongrüne Sofaecke und ansonsten ein paar Tische mit roten Stühlen im Speisebereich.

Am Fenster findet ihr einen, ja wie soll ich sagen, „Business- Bereich“ mit polsterfreien Hockern davor. An dem Hochtisch stehen Steckdosen zur Verfügung, so dass ihr da ein bisschen am Laptop arbeiten könnt, während ihr eure Wiener Melange schlürft. Es gibt aber im hinteren Bereich noch einen richtigen Arbeitsbereich, wo es auch festinstallierte PC’s und Netzwerkdrucker gibt. Hier könnt ihr ggf. erforderliche Unterlagen ausdrucken.

Im hinteren Teil der Lounge gibt es auch eine Art Ruhebereich mit drei Liegen, die mit Vorhängen abgetrennt werden. Hier muss man aber schon wirklich Glück haben, um eine Liege abzubekommen.

Das Lufthansa- typische offene Konzept wird auch von Austrian durchgehalten. Das kann man mögen oder nicht. Eine offene Atmosphäre ist nicht per se etwas Schlechtes. Nicht jeder mag verwinkelte Räume, wo man nicht sehen kann, was hinter dem nächsten Raumteiler vor sich geht. Andere Gäste schätzen gerade die Diskretion, die mit solchen Elementen wie Raumteilern geschaffen wird.

Bei Austrian gibt es nichts dergleichen. Es handelt sich um einen großen offenen Raum, der klar vom Speisebereich dominiert wird. Hier ist positiv hervorzuheben, dass die Sitze im Speisebereich gemütlich gepolsterst sind. Es wechseln sich allerdings relativ wahllos Stühle mit und ohne Armlehne ab, was ein wenig beliebig wirkt. An Entertainment gibt es neben dem großen Fernseher immerhin einen kleinen Zeitungsständer, der aktuelle Magazine wie den Focus oder den SPIEGEL in der Auslage hatte.

Im hinteren Loungebereich dominieren dann farblich eher schlicht graue Sessel. Bei diesen handelt es sich aber nicht um die gewohnten bequemen und üppigen Ledersessel sondern um eine eher preiswerte Auswahl an Sesseln. Offen gesagt, spiegelt dies den Gesamteindruck, den ich von der Lounge bekommen habe, ganz gut wieder.

Sanitäre Einrichtungen

Die Dusche, die ich vor dem Langstreckenflug zurück nach Bangkok, noch aufgesucht hatte, war sauber und mit den notwendigen Accessoires ausgestattet. Es mangelte allerdings an einer vernünftigen Kleiderablage. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Austrian – im Gegenteil ist mir das auch schon in der Emirates First Class Lounge passiert. Ein bisschen ärgerlich bleibt es natürlich trotzdem – zumal der Raum groß genug gewesen wäre. Die freundliche Dame an der Rezeption riet mir zur Eile, weil in 30 Minuten das Warmwasser abgestellt würde. In Wien gehen die Uhren offensichtlich deutlich schneller als anderswo, denn als ich fünf Minuten später unter der Dusche stand, war das Wasser bereits eiskalt. Ich scheine allerdings an dem Tag wirklich Pech gehabt zu haben, denn es standen wohl turnusmäßige Reparaturen an. Es ist also wohl nicht generell so, dass zu einer bestimmten Uhrzeit vor Ladenschluss das Warmwasser abgedreht wird.

Die Toiletten teilt sich die Senator Lounge mit den anderen beiden Lounges, wodurch es mitunter eng werden kann. Insgesamt könnte dieser Bereich etwas größer sein.

Austrian Airlines Senator Lounge Wien

Austrian Airlines Senator Lounge Wien

Austrian Airlines Senator Lounge Wien

Austrian Airlines Senator Lounge Wien

Austrian Senator Lounge Wien

Senator Lounge Wien Austrian Airlines

Austrian Senator Lounge Wien – Speisen und Getränke

Die Auswahl an warmen Speisen beschränkte sich auf das langweilige Curry- mit- Reis- Gericht, das es überall gibt und das ich mir nach 8 Mahlzeiten und Snacks in den vorherigen Lounges dann nicht mehr antun musste. Eigentlich gibt es in Senator Lounges noch mindestens ein zweites warmes Gericht zur Auswahl. In der Austrian Senator Lounge Wien müsst ihr allerdings mit einem warmen Essen auskommen. Daneben gibt es ein paar zubereitete Salate, die zum Zeitpunkt meines Besuchs aber weitgehend geplündert waren. Als Desserts gab es ein recht schmackhaftes Schokoladen Mousse und ein Erdbeer- Mousse, das mir ein bisschen zu naturidentisch rüberkam.

Etwas, das mir in Europa fehlt: In vielen Lounges dort gibt es Getränke nur aus dem Zapfhahn oder aus der Karaffe. Ich räume ein, dass ich zu den Menschen gehöre, die sich gerne eine Dose Coke Zero mit ans Gate nehmen, um dort noch was zu trinken zu haben. Während in Asien die Kühlschränke in der Regel rappelvoll mit Dosen sind, sieht es in Europa dagegen meist sehr mau aus. Damit muss man aus Gründen der Müllvermeidung wohl leben.

In der Austrian Lounge gab es immerhin kleine Schweppes- Flaschen (0,2 l), von denen ich dann eine mitgenommen habe. Und nein, ich gehöre nicht zu den Lounge- Besuchern, die am Buffet die Tupperdose rausholen und sich die Gratisnüsse darin abfüllen. Aber einen Softdrink nehme ich gerne mit.

Das Frühstücksbuffet, das ich auf dem Rückflug erleben durfte, war recht basic. Die Auswahl war überschaubar, aber immerhin gab es Rührei und frische Brötchen – wenn man gerade aus Asien kommt, freut man sich darüber.

Immerhin hat Austrian Airlines die leichten Defizite im kulinarischen Bereich offenbar identifiziert und mit DoN einen neuen Cateringpartner verpflichtet. DoN, kurz für Delicious or Nothing, ist ein großer österreichischer Caterer, der unter anderem Lizenznehmer für Vapiano Restaurants ist.

Frühstücksbuffet

Austrian Airlines Senator Lounge Wien Frühstücksbuffet

Austrian Airlines Senator Lounge Wien Frühstücksbuffet

Senator Lounge Wien Frühstücksbuffet

Austrian Airlines Senator Lounge Wien Frühstücksbuffet

Austrian Senator Lounge Buffet

Austrian Senator Lounge Buffet

Skytrax Rating zur Austrian Senator Lounge Wien

Skytrax ist eine internationale Ratingagentur für die Luftfahrtindustrie, die Airlines und ihre Produkte regelmäßig bewertet. Die Ratings sind nicht immer unumstritten und oft schwer nachvollziehbar. Insbesondere finde ich Ratings problematisch, wenn man sie mit der Bewertung einer anderen Airline oder Lounge vergleicht. Für sich genommen sind die Bewertungen von Lounges aber durchaus hilfreich. Ich habe es – offen gestanden – nur selten gehabt, dass ich mit einem Lounge Rating überhaupt nichts anfangen konnte.

Bei der Austrian Senator Lounge Wien im Non- Schengen Bereich habe ich allerdings den Eindruck in einer anderen Lounge gewesen zu sein, wenn Skytrax hier vier Sterne vergibt. Bei Food & Beverages erhält die Lounge von Skytrax durchweg überdurchschnittliche Bewertungen. Die Bewertungen sind leider nicht datiert, stammen aber aus der Vor- Corona- Zeit und damit aus der Zeit, als DoCo verantwortlich für das Catering zeichnete. Vielleicht war das Rating hier eine Hommage an den großen Namen.

Unterdurchschnittlich hat die Senator Lounge in Wien wenig erstaunlich in den Bereichen Seating & Comfort und Kapazität abgeschnitten. Die Senator Lounge im Schengen- Bereich hat übrigens drei Sterne erhalten.

Fazit

„Wenn die Mäuse satt sind, schmeckt das Mehl bitter“, hat meine Oma immer gesagt und ja, ich war nach diesem langen Tag wirklich satt. Ich werde mir die Lounge in vier Wochen auf dem Rückflug noch mal anschauen und hier ggf. berichten, ob mein schwacher Eindruck gerechtfertigt war oder ob die Lounge doch ganz gut ist.

UPDATE: So, jetzt habe ich auch mal das Frühstücksbuffet von Austrian in der Senator Lounge erleben dürfen und was soll ich sagen? Es war okay, aber es war auch nichts besonderes, was man von einer Senatoren- Lounge im Lufthansa- Konzern eigentlich erwarten würde.

Ich habe es leider oder vielleicht auch zum Glück nicht in die Business Lounge in Wien geschafft, habe aber auf den Fotos auf der Website von Austrian gesehen, dass die Stühle dort offenbar nicht gepolstert sind sondern echte Naturholz-Ausführung. Eurowings lässt grüßen…

Meinen insgesamt recht positiven Eindruck, den ich vom Austrian Airlines Bordprodukt gewonnen habe, hat das Lounge- Erlebnis ein klein wenig getrübt. Die Priority Pass Sky Lounge Wien ist dagegen sehr solide. Das hängt allerdings auch stark von

Als Langzeit- Auslandskrankenversicherung empfehle ich die HanseMerkur*, die als eine der wenigen keinen Pandemie- Ausschluss in ihren AGV hat.

Der Artikel enthält Links zu externen Seiten. Links, die mit einem (*) gekennzeichnet sind, führen zu Partnerseiten. Wenn ihr auf diesen Seiten etwas kauft, einen Flug bucht o.ä., dann bekomme ich vom Anbieter eine kleine Provision. Der Preis ändert sich für euch dadurch natürlich nicht.


Miles & More Meilen sammeln mit Eurowings Kreditkarte

  • 1.500 Miles & More Meilen Willkommensbonus
  • 69 Euro Jahresgebühr gibts im ersten Jahr geschenkt
  • Keine Fremdwährungsgebühren, keine Gebühren für Bargeldabhebung
  • Auslandskrankenversicherung ohne Selbstbeteiligung
  • Mietwagen- Vollkaskoversicherung
  • Fastlane- Nutzung an 22 europäischen Flughäfen und andere Statusvorteile
  • Priority Check in, kostenloses Sportgepäck
  • Eine Miles & More Meile pro ausgegebenen zwei Euro

Das könnte auch interessant sein:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

Teilen
Teilen
Teilen