Virgin Atlantic Clubhouse Lounge New York

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Virgin Atlantic Clubhouse New York

Das Virgin Atlantic Clubhouse New York erinnert weniger an eine Flughafenlounge als an den Chillout Bereich eines 90’er Jahre Techno Clubs. Das Interieur und Mobiliar kann wohl mit Fug und Recht als extravagant bezeichnet werden. Auf jeden Fall ist das Clubhouse anders als alle anderen Lounges – was einen Besuch dort attraktiv macht. Was euch dort erwartet und wie es mir auf meinem kurzen Ausflug in das Zuhause des neuen Skyteam Carriers gefallen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Virgin Atlantic Clubhouse New York – Lage und Zugang

  • Öffnungszeiten: Für VA- Passagiere: täglich 5:00 bis 8:30 Uhr und 14:00 bis 22:30 Uhr, samstags bis 1:00 Uhr, für Priority Pass Inhaber: täglich 8:30 Uhr bis 14:00 Uhr

Virgin Atlantic, die Airline des extravaganten Milliardärs Richard Branson, hat sein „Clubhouse“ (wie die Lounges hier genannt werden) im Terminal 4 des JFK Airport. Terminal 4 wird überwiegend von Skyteam Mitglied Delta genutzt. Da trifft es sich ganz hervorragend, dass Virgin Atlantic dem Skyteam in diesem Jahr offiziell beigetreten ist.

Während Delta allerdings im B Concourse beheimatet ist, findet ihr das VA Clubhouse im A Concourse in der Nähe von Gate A5. Hinter der Security geht ihr dazu die Treppe herunter nach links und folgt dem Weg, bis in der Nähe von A5 eine Treppe hinaufführt. Ein Schild mit dem Hinweis „Airline- Lounges“ weist euch außerdem den Weg. Oben angekommen gibt es drei Lounges: zur linken gehts zur Air India Maharadscha Lounge und zur Emirates Lounges und rechts geht ihr direkt auf den Eingang zur Virgin Atlantic Lounge zu.

Übrigens: Während man in Terminal 1 am JFK Airport noch auf einer ausgedruckten Bordkarte besteht, könnt ihr ins T4 auch mit mobilem Bordpass. Mit dem Airtrain könnt ihr problemlos zwischen den Terminals wechseln, müsst aber jedes Mal neu durch die Sicherheitskontrolle. Zu den Regeln lest ihr mehr in meinem Lounge Guide New York JFK.

Virgin Atlantic Clubhouse New York

Zugangsregeln

Die Virgin Atlantic Clubhouse Zugangsregeln in New York sind etwas verwirrend. Während viele Lounges im Prinzip auch für Loungepässe geöffnet sind, werden Priority Pass Inhaber oft abgewiesen. In den USA hat quasi jeder einen Priority Pass oder anderen Loungepass über eine Kreditkarte. Um Platz für die eigenen Premium- Passagiere zu lassen, wird dann aus Kapazitätsgründen Loungepass- Inhabern oft der Zutritt verwehrt. Bei Virgin Atlantic gibt es für beide Gruppen fest definierte Zeiten, während derer die jeweils andere Gruppe keinen Einlass in die Lounge erhält.

So kommt es, dass die Lounge morgens vor dem Morgenflug nach London von 5:00 bis 8:30 Uhr und dann wieder ab nachmittags 14:00 Uhr bis zur Schließung nur für Virgin Atlantic bzw. Skyteam Business Class Passagiere und Statusinhaber geöffnet ist. In der Zeit dazwischen, also von 8:30 bis 14:00 Uhr ist die Lounge dagegen ausschließlich für Priority Pass und andere Loungepässe geöffnet. So spart man sich frustrierende Abfuhren wie in vielen anderen Airline Lounges, die eigentlich auch für Loungepässe offen sein sollten, aber praktisch zu keiner Zeit Passinhaber reinlassen.

Übrigens nutzt auch Star Alliance Mitglied Singapore Airlines das Clubhouse für seine First Class Passagiere. Wer dagegen „nur“ in der Business Class fliegt, wird in die Air India Lounge abgeschoben, die wenig Eindruck hinterlässt. Ich habe auf meinen Abendflug mit Brussels Airlines nach Brüssel gewartet und war wegen der albernen Bordpass- Regelung nicht ins T1 gelassen worden.

Virgin Atlantic Clubhouse New York – Ausstattung und Ambiente

Wie eingangs schon erwähnt, ist das Ambiente des Virgin Atlantic Clubhouse sehr speziell. Ich meine das in einem durchaus positiven Sinne, denn im Vergleich mit dem Clubhouse sind alle anderen Lounges gleich. Hier haben sich Designer nach Lust und Laune austoben können und aus einem eigentlich langweiligen rechteckigen Raum etwas sehr einzigartiges geschaffen.

Die Lage im Concourse führt dazu, dass zu zwei Seiten ein Ausblick auf das Flughafengelände wartet. Wirklich spektakulär ist die Aussicht aber nur auf der rechten Seite, weil ihr hier das Treiben an den Gates beobachten könnt. Auf jeden Fall sorgen die zwei Fensterfronten aber für jede Menge Tageslicht – was jeder Lounge gut tut.

Die Virgin Atlantic Clubhouses werden von der Plaza Premium Gruppe bewirtschaftet, was sicherlich eine gute Wahl ist – bedenkt man, dass Plaza Premium Lounges weltweit für Qualität stehen.

Rundgang durch die Lounge

Im Grunde wird die Lounge durch Raumteiler in drei Bereiche geteilt. Der mittlere Bereich ist der zentrale Loungebereich mit den avantgardistischen Designermöbeln, die aber auch erstaunlich bequem sind. In diesem Bereich gibt es praktisch keine Ecken. Die Raumteiler sind in geschwungener Form und auch die Sofas sind rund angeordnet. Das einzig Eckige in diesem Bereich ist der Billardtisch. In diesem Bereich befindet sich auch die – ebenfalls rundlich angeordnete – Bar.

Apropos Billiardtisch: Die Tatsache, dass es einen Billiardtisch, aber kein Business Center gibt, vermittelt einen guten Eindruck davon, was für ein Schlag Mensch mit Virgin Atlantic fliegt.

Lediglich in den Speisebereichen zu den Fensterfronten hin gibt es tatsächlich eckige Tische. In den Fensterbereichen mischen sich aber auch Sitzgruppen, die wiederum wieder Designerstücke sind. Es mangelt bei all den tollen Designelementen teilweise an so praktischen Dingen wie Steckdosen – bei denen ihr allerdings eh das Problem habt, dass es eben amerikanische Steckdosen sind, für die ihr einen Adapter benötigt. Steckdosen gibt es zwar viele an den Wänden und einige auch im Fußboden, aber bei weitem nicht jeder Sitzplatz ist auch nur in der Nähe einer Steckdose. Aber wer will in dem Ambiente auch arbeiten? Das mag auch der Grund dafür sein, warum man in der Virgin Atlantic Lounge auch gleich auf ein Business Center oder auch nur einen Arbeitsbereich verzichtet hat.

In Richtung Sanitärräume prangt das leitmotivische „London Calling“ an der Wand. Die Toiletten sind Einzelkabinen und rundum abgeschlossen. Es gibt auch Duschen in der Lounge. Der Gang hin zu den Toiletten erinnert dann wieder an After Hour Club, denn der Gang ist mit Schwarzlicht geflutet, während an den Wänden bunte Motive prangen, die an Graffiti erinnern.

In diesem hinteren Bereich der Lounge gab es früher auch ein Spa und sogar einen Friseursalon, doch die Gimmicks wurden in New York wie auch in London abgeschafft. In New York ist dieser Bereich jetzt weitgehend ungenutzt. Lediglich eine Vitrine mit einem Virgin Cruises Miniaturschiff steht hier jetzt noch. Der Bereich ist weiterhin abgetrennt, was ein bisschen merkwürdig wirkt. Man darf gespannt sein, ob es hier noch mal eine neue Einrichtung für die Gäste geben wird.

Virgin Atlantic Lounge New York – Speisen und Getränke

Hier kommen wir zum kleinen Schwachpunkt der Virgin Atlantic Lounge in New York. Außer einer kleinen Getränkestation, an der ihr euch Kaffee, Wasser oder Orangensaft holen könnt, gibt es keine Selbstbedienung hier. Dafür gibt es ein sehr extensives A la Carte Menu, was für eine Priority Pass Lounge ungewöhnlich ist. Allerdings ist es so eben auch kaum möglich, mal schnell auf einen kleinen Happen in die Lounge zu gehen, wenn das Boarding näher rückt. A la Carte Service dauert schließlich immer länger als schnell zu Buffet zu gehen und sich eine Portion selbst zusammen zu stellen. Das ist auch schon der zweite Minuspunkt gegenüber einem offenen Buffet – man hat wenig Einfluss auf die Portionsgröße. Auch dass man sich selbst eine Cola an der Bar bestellen muss, ist meines Erachtens wenig praxistauglich.

Ich war gegen 13:30 Uhr dort – kurz vor der Schließung der Lounge als Priority Pass Lounge. Diese Schließung ist ein Hard Cut. Es ist also nicht so, dass keine weiteren Gäste mit Priority Pass mehr angenommen werden sondern man muss die Lounge verlassen. Ab 14 Uhr dürfen nur noch Skyteam Premiumgäste in der Lounge sein.

So machte es für mich herzlich wenig Sinn, mir noch was zu essen zu bestellen. Das Bestellsystem ist das weitgehend bekannte. Mit einem QR Code auf jedem Tisch könnt ihr euch in das Menu einloggen und dort direkt Speisen und Getränke ordern. Da jeder QR Code einem Tisch zugeordnet ist, weiß das Personal, an welchen Tisch welche Bestellung serviert werden muss. Man kann seine Bestellung aber auch direkt beim zahlreich vorhandenen Personal in der Lounge aufgeben. Eine Dame, die mich das Menu auf meinem Handy studieren sah, brachte mir ungefragt schon mal ein Glas Wasser – verbunden mit dem Hinweis, dass es mit einem Essen angesichts der bevorstehenden Schließung knapp werden könnte.

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Frühstücks- Speisekarte

So blieb es für mich bei einem flüchtigen Blick auf die Karte, die offenbar erst nach Schließung für die Priority Gäste von Breakfast auf Lunch wechselt. Das Frühstücks Menu bietet eine Auswahl an kalten und warmen Speisen. Bei den kalten Optionen handelte es sich zum Zeitpunkt meines Besuchs um die folgenden.

  • Kokosnuss Joghurt mit Beeren und Agave Sirup
  • Auswahl an Cerealien mit Milch
  • Belegte Croissants
  • Obstsalat
  • Grapefruit mit Demerara Zucker

Die warmen Speisen machten einen abwechslungsreicheren Eindruck

  • Eggs Benedict mit Schinken
  • Eggs Royale mit Lachs
  • Eggs Florentine mit Spinat
  • Frischer Bagel mit Streichkäse und Lachs
  • Porridge mit karamelisierten Bananen
  • Clubhouse Full English Breakfast
  • Vegetarisches Frühstück
  • Hotdog mit gegrillter Wurst
  • Hotdog mit Bacon

Ich konnte leider nicht sehen, wie die Speisen in natura aussehen, da ich zum Zeitpunkt meines Besuchs ziemlich allein in der Lounge war und niemandem auf den Teller schauen konnte. Deshalb hier nur ein paar Bilder vom Speisebereich.

Fazit

Das Virgin Atlantic Clubhouse gehört sicherlich zu den besseren Lounges am JFK Airport in New York. Dass diese tolle Lounge zumindest in der ersten Tageshälfte weiterhin mit Priority Pass zugänglich ist, ist eine klare Aufwertung. Ein kleines Snackbuffet wäre allerdings wünschenswert für alle, die nur Zeit für einen schnellen Happen haben.

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