Alaska Mileage Plan

Alaska Airlines ist eine kleine regionale Airline, mit der der Durchschnittsflieger vermutlich noch nie geflogen ist. Doch deren Vielfliegerprogramm, der Alaska Mileage Plan, verfügt über ein beachtliches Netz an Partner- Airlines, deren Flüge man z.T. für erstaunlich wenig Meilen buchen kann.

Im vergangenen Jahr hatte Alaska Air bekannt gegeben, dass man der Oneworld Allianz beitreten werde. Ein großes Netz an Partner- Airlines hatte die US Airline aber schon lange. Selbst führt die in Seattle beheimatete Airline Flüge in nur fünf Länder durch: neben den USA sind das Kanada, Costa Rica, Mexiko und Kuba. Mit dem Netz an Partner- Airlines kommt man weltweit auf über 900 Ziele. Der betriebswirtschaftliche Hauptzweck der vielen großen Partner ist es natürlich, Anschlussflüge innerhalb der USA von den Partnern einzusammeln. Doch für Vielflieger und Meilensammler hat das Netzwerk noch einen weiteren großen Vorteil: Man kann über den Mileage Plan Prämienflüge für Hochkaräter wie Emirates, Singapore Airlines, Cathay Pacific u.v.m. buchen.

Alaska Mileage Plan – die Partner- Airlines

Die illustre Partner Liste des Alaska Mileage Plan hat bereits ein deutliches Übergewicht an Airlines der Oneworld Alliance, doch gibt es auch Partner außerhalb dieser Allianz und es bleibt zu hoffen, dass das auch so bleibt, wenn Alaska Air der Oneworld beitritt. Hier die Partner in der Übersicht:

Aer Lingus American Airlines British Airways
Cathay Pacific Condor Emirates
Fiji Airways Finnair Hainan Airlines
Icelandair Japan Airlines Korean Air
LATAM Airlines El Al Qantas
Ravn Alaska Singapore Airlines

Alaska Mileage Plan – Meilen sammeln

Auch wenn die meisten den Alaska Mileage Plan nutzen, um Meilen einzulösen, habt ihr natürlich auch die Möglichkeit, bei Alaska Air selbst oder den meisten Partner- Airlines (außer PenAir und Ravn Alaska) Meilen zu sammeln. Ich lasse mir z.B. Meilen von Flügen, für die ich sonst keine echte Verwendung habe wie bei Finnair- Flügen oder Flügen mit Condor im Alaska Mileage Plan gutschreiben. Wie bei anderen Airlines auch gibt es beim Mileage Plan die Unterscheidung zwischen Statusmeilen (die Elite- Meilen heißen) und Prämienmeilen. Auf Flügen mit Netzwerk- Airlines sammelt ihr beides.

Für das Buchen von Prämienflügen kommt es natürlich auf die Prämienmeilen an. Wie viele Meilen ihr bei welchem Parner in welcher Buchungsklasse gutgeschrieben bekommt, erfahrt ihr hier. Neben Flügen gibt es auch beim Alaska Mileage Plan die üblichen weiteren Möglichkeiten, Prämienmeilen zu sammeln. Meilen gibt es z.B. bei den Buchungsportalen Kaligo und Rocketmiles, daneben könnt ihr Meilen mit Mietwagen sammeln. Neben einem eigenen Car- Rental- Portal gibt es Partnerschaften mit Alamo, Avis, Budget, dollar, Hertz, National und Thrifty. Die Sammelraten sind allerdings niedriger als man das von anderen Programmen kennt. So gibt es grundsätzlich 50 Meilen pro Tag; erst bei einer Mietdauer von mindestens fünf Tagen bekommt man die sonst üblichen 500 Meilen pro Anmietung. Es gibt auch Kreditkarten von Alaska Air, doch sind diese nur amerikanischen Staatsbürgern oder Menschen mit ständigem Wohnsitz dort vorbehalten.

Auf der Deal- Seite findet ihr auch immer aktuelle Angebote mit Mehrfach- Meilen und sonstigen Aktionen. Nicht alles ist für Europäer interessant, aber ein Blick lohnt sich immer mal wieder.

Da die Möglichkeiten, nennenswerte Anzahl an Meilen beim Alaska Mileage Plan zu sammeln, ziemlich stark eingeschränkt sind, ist es eine gute Nachricht, dass der Mileage Plan zu den Programmen gehört, die ziemlich regelmäßig auch Meilen mit einem Bonus verkaufen (aktuelle Alaska Mileage Plan Sales). Die Boni sind nicht in der Größenordnung, die man von LifeMiles kennt, aber mit dem Bonus kommt man mitunter auch unter den Zielwert von 1,5 Cent pro Meile. Das ist ein richtig guter Deal, weil die Meilen mehr wert sind als in vielen anderen Programmen. Wenn ihr für einen Prämienflug nur 60.000 Meilen benötigt, für den ihr in einem anderen Vielfliegerprogramm 80.000 Meilen braucht, ist die einzelne Meile im Mileage Plan natürlich werthaltiger.

Alaska Mileage Plan Elite Status

Einen Status bei Alaska Airlines zu haben, ist im Moment nur interessant für Menschen, die tatsächlich regelmäßig in den USA sind und dort auch mit Alaska Airlines fliegen. Das kann sich natürlich ändern, wenn man der Oneworld- Allianz beitritt und der Elite- Status im Mileage Plan dann auch Benefits für die gesamte Allianz mit sich bringt.

Es gibt im Alaska Mileage Plan drei Statusstufen, die unterschiedliche Annehmlichkeiten mit sich bringen. Für den MVP benötigt ihr 20.000 Elite- Meilen mit Alaska Air oder 25.000 Meilen mit Alaska und Partner- Airlines. Den MVP Gold erreicht ihr mit 40.000 Elite- Meilen mit Alaska Air oder 50.000 Meilen inklusive Flügen mit Airline- Partnern und der MVP Gold 75k erfordert – wie der Name schon vermuten lässt – 75.000 Meilen mit Alaska Air oder 90.000 inklusive der Partner- Airlines. Der Qualifikationszeitraum ist das Kalenderjahr und ihr könnt einen Status auch mit Segmenten erreichen; erforderlich sind 30/60/90 Segmente mit Alaska oder einer Partner- Airline. Bei der Elite- Qualifikation zählen keine Flüge mit den Regionalpartner PenAir oder Ravn.

Es ist auch einen Lifetime- Status, den Million Miler. Wer also die stattliche Summe von 1.000.000 Meilen auf die Uhr bringt, genießt ein Leben lang die Vorteile des MVP Gold Status.

Vorteile eines Alaska Mileage Plan Elite Status

Neben einer Reihe recht großzügiger Upgrade- Benefits gibt es die branchenüblichen Annehmlichkeiten am Flughafen wie Priority Check In, Extra- Gepäck, Sitzplatzreservierung und Sicherheits- Fastlane (ab MVP Gold). Auffällig ist, dass es keinen grundsätzlichen freien Lounge- Zugang als Statusinhaber gibt sondern lediglich Discounts auf den Eintritt sowie gerade mal 4 Tagespässe für die MVP Gold 75k- Mitglieder.

Die Frage ist, wie Alaska dies nach einem für Sommer 2021 anvisierten Beitritt zu Oneworld handhaben will, wenn man Vielfliegern anderer Programme Lounge- Zutritt gewähren muss, aber den eigenen Vielfliegern diesen verwehrt.

Alaska Mileage Plan Upgrades
Alaska Mileage Plan Upgrades
Alaska Mileage Plan Elite Status Benefits
Alaska Mileage Plan Elite Status Benefits

Darüber hinaus gibt es auch ein paar Annehmlichkeiten im Service- Bereich wie eine eigene Hotline für Statusinhaber, kostenlose Umbuchungen (außer im Saver- Tarif) ab dem Gold- Status und Gold 75k- Mitglieder haben sogar die Möglichkeit, eine MVP- Mitgliedschaft zu verschenken.

Alaska Mileage Plan Statusmatch

Alaska Mileage Plan hat dauerhaft ein Angebot für einen Statusmatch laufen. Dieser gilt allerdings nur für Status von Airlines aus der Region, vor allem also für Statusinhaber amerikanischer Airlines. Die Liste der Airlines, von denen man matchen kann, umfasst die folgenden:

  • Aeromexico
  • Air Canada
  • American Airlines
  • Delta
  • Frontier
  • Hawaiian
  • JetBlue
  • Southwest
  • United

Wer bei einer dieser Airlines einen Status hat, kann diesen für 90 Tage an den entsprechenden Status bei Alaska Mileage Plan anpassen lassen. Wer in den 90 Tagen dann eine vorgegebene Menge an Meilen auf Alaska Airlines Flügen einfliegt, kann seinen Alaska- Status verlängern. Die Dauer der Verlängerung ist abhängig davon, wann ihr den Statusmatch begonnen habt. Startet ihr in der ersten Jahreshälfte, wird der Status nach Erreichen der erforderlichen Meilen (nur) bis zum Jahresende verlängert. Beginnt ihr den Statusmatch in der zweiten Jahreshälfte, verlängert sich der gematchte Status nach Erreichen der erforderlichen Meilen bis zum Ende des Folgejahres. Erforderlich für die Verlängerung sind je nach Statusstufe 5.000/10.000/20.000 Meilen in den 90 Tagen.

Es wird explizit darauf hingewiesen, dass nur „echte“ Status der genannten Airlines gematcht werden können. Wer sich also z.B. selbst erst zu United gematched hat, kann von dort nicht weitermatchen.

Prämienflüge buchen im Alaska Mileage Plan

Kommen wir nun zum interessantesten Punkt am Alaska Mileage Plan, der Buchung von Prämienflügen. Egal, ob ihr die Prämienmeilen durch Flüge, Nutzung der Partner oder ganz platt durch Kauf erlangt habt: Ihr werdet die Meilen irgendwann für die Buchung von Prämienflügen verwenden wollen.

Dafür gibt es Awardcharts für jede einzelne Partner- Airline. Das klingt erstmal sehr unübersichtlich, doch keine Angst, denn es gibt ein Tool, das euch anzeigt, welche Airlines für Strecken zwischen zwei Weltregionen verfügbar sind. Die Crux mit dem Partner- Netzwerk von Alaska Airlines ist nämlich, dass ihr nicht Zugriff auf das gesamte Fluginventar der jeweiligen Airline habt sondern nur auf ausgewählte Strecken – oft sind es eben vor allem Strecken mit Nordamerika- Bezug (was beim Vielfliegerprogramm einer US- Airline nicht weiter verwundert). Das bedeutet: Wenn eine Airline für Flüge zwischen zwei bestimmten Weltregionen nicht aufgelistet ist, könnt ihr diese Flüge auch nicht buchen. British Airways gibt für den Alaska Mileage Plan nur transatlantische Flüge frei, aber keine Flüge z.B. von Europa nach Asien. Mit Emirates könnt ihr keine Prämienflüge von Europa nach Australien buchen usw. Euer erster Blick sollte also immer auf diese Suchmaske gerichtet sein, um herauszufinden, welche Airlines für welche Strecken überhaupt zur Verfügung stehen.

Alaska Mileage Plan Awards Europa- Asien
Alaska Mileage Plan Awards Europa- Asien

Während der Awardchart für Alaska Airlines selbst ähnlich wie beim British Airways Executive Club distanzbasiert ist, sind die Awardcharts der Partner zonenbasiert. Es gibt also einen Meilenwert für Flüge zwischen zwei Zonen – egal, welche Strecke ihr dabei tatsächlich zurücklegt.

Die meisten Partner sind mittlerweile online buchbar. Mit Cathay Pacific ist aber leider eine der attraktivsten Airlines eine Ausnahme. Deren Flüge sind nur telefonisch über die Hotline vom Mileage Plan zu buchen. Selbiges gilt für LATAM.

Ein Riesenvorteil von Alaska Mileage Plan ist, dass das Programm fast nie die so genannten Airline- Zuschläge an euch weitergibt, die von sehr vielen Airlines erhoben werden. Gerade auf den transatlantischen Strecken machen diese oft viele Hundert Euro aus und machen viele Angebote damit unattraktiv. Beim Alaska Mileage Plan zahlt ihr nur die „echten“ Steuern und Gebühren. Eine der wenigen Ausnahmen sind die Prämienflüge mit British Airways, bei denen weiterhin Airline- Zuschläge erhoben werden. Die anderen mir bekannten Airlines, bei denen die Airline- Zuschläge weitergegeben werden, sind Hainan Airlines und Icelandair. Wer mehr über das Konzept der Airline- Zuschläge lesen möchte, für den habe ich folgenden Artikel geschrieben (Warum Prämienflüge nicht kostenlos sind)

Ein weiterer Vorteil ist, dass Alaska Mileage Plan selbst auf Oneway- Flügen einen Stopover erlaubt. Ihr wollt ein paar Tage in San Francisco verbringen, bevor ihr nach Hawaii weiterfliegt? Kein Problem – und Stopover können oft sogar online gebucht werden, indem ihr die „Multi- City- Suche“ nutzt.

Nicht so großzügig sind hingegen die Buchungs-, Umbuchungs- oder Stornierungsbedingungen von Alaska Mileage Plan. Eine Prämienbuchung einer Partner- Airline kostet z.B. generell 12,50 USD je Flugrichtung, bei einem Returnflug entsprechend 25 USD.  Weitere 15 USD werden bei Buchung über die telefonische Hotline fällig. Hiervon ausgenommen sind nur Statusinhaber ab MVP Gold.

Stornierungen oder Umbuchungen sind innerhalb von 24 Stunden nach der Buchung ein Mal kostenlos möglich. Danach fällt eine Gebühr von 125 USD an, die lediglich Inhabern eines Gold Status erlassen werden.

Alaska Mileage Plan Storno und Umbuchung
Alaska Mileage Plan Storno und Umbuchung

Alaska Mileage Plan: eine Einführung – Fazit

Alaska Mileage Plan ist ein tolles Vielfliegerprogramm mit vielen Einlösungsmöglichkeiten, die zu den günstigsten in der Branche gehören. Stopover selbst bei Oneway- Awards oder das Verzichten auf Airline- Zuschläge sind meine Highlights neben dem erstaunlichen Partner- Netzwerk von Alaska Airlines.

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Wer schreibt denn hier?

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Kai ist jahrelang als Backpacker um die Welt gereist, bis er gemerkt hat, dass man für wenig Geld auch recht luxuriös reisen kann. Auf Loungerocker.de teilt er seine Lounge- und Reise- Erlebnisse mit euch und zeigt euch Wege, wie auch ihr mit wenig Aufwand viel bequemer reisen könnt.

 

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