Meilen sammeln mit Kreditkarte: Welche ist die Beste?

Meilen sammeln mit Kreditkarten -welche ist die beste?

So groß ist die Auswahl für deutsche Meilensammler ja nicht, aber immer wieder taucht die Frage auf: Meilen sammeln mit Kreditkarte: welche soll ich nehmen? Wir schauen uns einmal die Vor- und Nachteile der deutschen Kreditkarten zum Meilen sammeln an.

Meilen sammeln mit Kreditkarte: Der Überblick

So mancher Meilenjäger mag manchmal wehmütig Richtung USA blicken. Dort haben Konsumenten eine schier unglaubliche Auswahl an Kreditkarten mit Cashback- Funktionen. Zwar gibt es in Deutschland inzwischen auch mehrere Kreditkartenanbieter, die auf die eine oder andere Art einen Cashback für den Einsatz der Karte anbieten. Doch möchte man mit der Kreditkarte Meilen in einem Vielfliegerprogramm sammeln, gibt es gerade mal drei Anbieter: American Express, Miles and More und Barclaycard.

Dabei hat American Express mit der kostenlosen Payback Kreditkarte sowie den Karten in Blau, Grün, Gold und Platin das vielfältigste Angebot. Miles and More, deren Mastercard Kreditkarten von der DKB herausgegeben werden, hat neben den Kreditkarten für Statusinhaber nur eine blaue und eine goldene Variante zu bieten. Gleiches gilt für die Eurowings VISA Kreditkarten von Barclaycard, die es ebenfalls nur in zwei Varianten (Classic und Gold) gibt.

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American Express Payback Kreditkarte – Die Kostenlose

Es gibt nur eine Meilen- Kreditkarte, die bedingungslos kostenlos ist – und diese ist streng genommen nicht mal eine Meilen- Kreditkarte. Mit der Payback Kreditkarte von American Express könnt ihr nämlich nur Payback Punkte sammeln. Da diese aber im Verhältnis 1:1 in Miles & More Meilen umgewandelt werden können, gehört die AMEX Payback mit in diese Aufzählung.

Die AMEX Payback ist etwas für Puristen, die keinen Wert auf Sonderfunktionen, Versicherungen oder sonstige Extras legen. Wer also einfach nur Punkte sammeln will, für den ist diese Karte genau die richtige. Mit dem Payback MAX Turbo, der allerdings kostenpflichtig ist, könnt ihr die Sammelrate sogar verdoppeln. Dazu gibt es einen Willkommensbonus von regulär 1000 Payback Punkten bei Abschluss. Im Rahmen von regelmäßigen Aktionen kann der Bonus auf bis zu 5000 Punkte anwachsen. Hier gibt es mehr zur AMEX Payback und hier könnt ihr die kostenlose Kreditkarte direkt beantragen.

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American Express Kreditkarten – Die Vielseitigen

Wer schon länger dabei ist, der weiß: Meilen sammeln ohne American Express ist möglich, aber sinnlos. Nicht nur die enormen Willkommensboni beim Abschluss einer Kreditkarte sind einmalig. Auch die Möglichkeiten, eure AMEX Punkte einzusetzen, sind extrem vielseitig. Faktisch könnt ihr mit AMEX Punkten Prämienflüge für jede größere Airline der Welt buchen, weil ihr sie zu zwölf verschiedenen Vielfliegerprogrammen transferieren könnt. Auch gibt es nicht das eine Vielfliegerprogramm mit den besten Konditionen sondern viele verschiedene Sweetspots bei den verschiedensten Programmen.

Während eine American Express Kreditkarte also ins Portfolio jedes ernsthaften Meilensammlers gehört, kann man über die Farbe diskutieren. Viele reisen gar nicht viel, würden aber gerne mal z.B. einen First Class Flug machen. In dem Fall braucht man sicherlich keine AMEX Platinum mit ihrem hohen Jahresbeitrag sondern vielleicht nur die Green Card, die vergleichsweise günstig daherkommt. Allerdings gibt es die Green Card nur selten mit attraktiven Willkommensboni, so dass ich für Einsteiger die AMEX Gold Card empfehlen würde. Wartet am besten, bis es die AMEX Gold wieder mit einem Bonus von 40.000 Punkten gibt. Damit habt ihr dann schon mehr als ein Bein in der Business Class.

Zur AMEX Gold *

Ein paar Inspirationen, was ihr mit den 40.000 Punkten schon alles buchen könnt:

  • Frankfurt oder Zürich nach Dubai in der Lufthansa oder SWISS Business Class (oneway) für 29.000 Meilen
  • Hongkong nach Tokio oder Singapur in der Cathay Pacific Business Class (oneway), 22.000
  • Deutschland nach Doha in der Qatar Airways QSuite für 30.000 Meilen
  • Madrid nach New York in der Iberia Business Class (oneway)

Meilen sammeln mit Kreditkarte – Die AMEX Platinum Card

Ein Upgrade auf die AMEX Platinum lohnt sich einerseits für Vielreisende, andererseits aber auch für jeden, der einen weiteren Willkommensbonus mitnehmen möchte. Die Platinum Card gibt es mehrmals im Jahr mit einem Bonus von 75.000 Punkten – manchmal sogar 90.000 Punkten. Da ihr diesen Willkommensbonus, der im Wert die Jahresgebühr von 660 Euro deutlich übersteigt, auch als Inhaber einer AMEX Gold bekommt, macht das Upgrade auf jeden Fall Sinn. So könnt ihr im ersten Jahr schon über 100.000 Punkte nur an Boni sammeln.

Wer selbstständig ist, kann in einem weiteren Schritt dann ggf. noch mal die jeweiligen Business Varianten von Gold und Platinum Card beantragen und so weitere Boni abstauben. Allerdings sind hier die Anforderungen an den Mindestumsatz sehr viel höher als bei den privaten Karten. Das sollte man im Hinterkopf behalten.

Zum Sammeln von AMEX Membership Rewards Punkten sind alle Karten gleich gut. Bei allen könnt ihr das Verhältnis von einem Punkt pro Euro durch den Rewards Turbo noch boostern. Insofern verändert die Farbe eurer Karte nicht die Zahl der Punkte, die ihr sammelt. Ihr habt mit den teureren Karten nur höhere Willkommensboni und weitere Vorteile rund ums Reisen.

Zur AMEX Platinum *

Mit dem Willkommensbonus für die AMEX Platinum könnt ihr schon die o.g. Sweetspots als Returnflug buchen oder auch einen meiner Lieblingsflüge.

  • AMEX Platinum Sweetspot: 11 Stunden Singapore Airlines Business Class von Istanbul nach Singapur
AMEX Platinum Sweetspot - Singapore Airlines Business Class

Singapore Airlines Business Class buchen mit dem AMEX Willkommensbonus

Miles & More Kreditkarten – Der Platzhirsch

Wer in Deutschland Meilen sammelt, der kommt normalerweise kaum an Miles & More, dem Vielfliegerprogramm der Lufthansa- Gruppe, vorbei. Wie alle Programme hat auch Miles & More seine Vor- und Nachteile, doch bei keinem anderen Programm sind so leicht Meilen zu generieren. Wer sich aus diesem Grund auf Miles & More fokussiert und ausschließlich dort seine Meilen sammeln will, für den wird es auch Sinn machen, eine Miles & More Kreditkarte zu beantragen.

Meilen sammeln mit Kreditkarte: Erhebliche Vorteile durch die Miles & More Kreditkarte

Dazu kommen noch zwei erhebliche Vorteile, die eine Miles & More Kreditkarte beinahe erforderlich machen. Zum einen stoppt ihr mit einer Kreditkarte den normalen Meilenverfall bei Miles & More. Normalerweise sind Meilen vom Tag der Gutschrift drei Jahre gültig. Das klingt erstmal sehr lang, doch wer auf einen First Class Prämienflug für zwei Personen spart, ist vielleicht nicht so schnell. Seid ihr Inhaber einer Miles & More Kreditkarte, ist der Verfall gestoppt.

Noch wichtiger ist aber, dass ihr mit AMEX Karten euer Revolut- Konto nicht aufladen könnt. Um also mit euren regelmäßigen Überweisungen wie Miete, Strom, Handy etc. Meilen sammeln zu können, benötigt ihr eine Mastercard. Hier lest ihr, wie ihr mit Revolut Meilen sammeln könnt. Jetzt die Miles & More Blue Kreditkarte für 4,58 Euro/Monat beantragen.

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Meilen sammeln mit der Miles & More Kreditkarte Blue

Barclaycard Eurowings Kreditkarte – Die Kreditkarte für Unterwegs

Die Eurowings Kreditkarten von Barclaycard – und hier besonders die Gold- Version – führt ein Mauerblümchen- Dasein und das obwohl ihr mit den Karten Miles and More Meilen sammeln könnt. Darüber hinaus kann die Eurowings Gold Card, die inzwischen als Premium Card vermarktet wird, Dinge, die keine der vorgenannten  Karten kann. Mit der kostenlosen Geldabhebung im Ausland sowie dem Verzicht auf Fremdwährungsgebühren ist die Eurowings Barclaycard nämlich die ideale Kreditkarte für Unterwegs. Während man bei den AMEX- und Miles and More Kreditkarten teils horrende Gebühren für die Zahlung in anderen Währungen als Euro berappen muss und man sich die Geldabhebefunktion bei der AMEX sogar erst freischalten lassen muss, entfallen diese Gebühren bei der Eurowings Premium Card.

Darüber hinaus verfügt die Eurowings Premium Card sogar über ein kleines, aber mächtiges Reiseversicherungs- Paket. Die Auslandskrankenversicherung für Reisen bis zu 90 Tagen kommt ohne Selbstbeteiligung daher und leistet auch dann, wenn die Reise nicht mit der Kreditkarte bezahlt wurde.

Mit 99 Euro Jahresbeitrag ab dem zweiten Jahr (das erste Jahr ist kostenlos) macht die Kreditkarte vor allem für Leute Sinn, die viel im Ausland unterwegs sind. Bei Abschluss gibt es auch einen eher symbolischen Willkommensbonus von aktuell 3000 Meilen. Wer übrigens häufiger mit Eurowings fliegt, hat mit der Gold Kreditkarte auch ein paar ganz nette Statusvorteile.

DER Vorteil schlechthin ist aber, dass ihr mit einer Reisekreditkarte ohne Fremdwährungsgebühren Miles and More Meilen sammeln könnt. Zwar gibt es auch andere Kreditkarten (wie die kostenlose Barclays VISA), mit denen man im Ausland kostenlos zahlen und Geld abheben kann, aber mir gefällt eben der Gedanke, dass ich für meine Ausgaben etwas zurück bekomme – im Fall der Eurowings Kreditkarte eine Meile pro zwei ausgegebenen Euro.

Hier gibt es mehr zur Eurowings Kreditkarte von Barclaycard und hier könnt ihr die Karte direkt online beantragen:

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Das Fazit zum Thema Meilen sammeln mit Kreditkarte

Alle drei Karten – AMEX, Miles and More und Eurowings – haben Vorteile, die die anderen beiden jeweils nicht haben. Ich habe mich daher für alle drei entschieden. Am ehesten verzichtbar ist vermutlich die Eurowings Kreditkarte, weil man deren Vorteile anders ersetzen kann. Ich habe mich für die Miles and More Blue Card entschieden, die mit ca. fünf Euro/Monat nicht die Welt kostet. Die Vorteile der Miles and More Gold Card benötige ich nicht, weil ich diese bereits über die AMEX Platinum habe. Eine AMEX benötige ich, weil man viele tolle Airlines nicht über Miles and More buchen kann. Ob man eine günstige AMEX oder die Platinum wählt, hängt ein bisschen vom eigenen Reiseverhalten ab. Ich bin viel unterwegs und kann deshalb die zahlreichen Vorteile der Platinum auch wirklich nutzen. Wer nur gelegentlich reist, dem reicht vielleicht auch die Green oder die Gold Card.

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