Mit Revolut Meilen sammeln: Alle Infos zu Revolut Miles and More

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Meilen sammeln, Miles&More
Miles & More Meilen sammeln mit Revolut

Die täglichen Ausgaben beim Shoppen im Internet oder im Einzelhandel werdet ihr vermutlich schon mit einer meilenfähigen Kreditkarte wie der American Express bezahlen und damit ordentlich Rewards Punkte sammeln. Aber habt ihr schon mal überlegt, wie schnell euer Meilenkonto anwachsen würde, wenn ihr mit euren monatlichen Fixkosten Meilen generieren könntet? Ich zeige euch, wie ihr mit Revolut Miles and More Meilen sammeln könnt.

ACHTUNG: Bis zum Jahresende 2022 erhalten Neukunden bei Eröffnung eines Revolut Kontos zehn Euro Startguthaben und einen Monat Revolut Premium kostenlos. Danach könnt ihr jederzeit zum kostenlosen Basiskonto wechseln.

Der größte Teil der monatlichen Ausgaben entfällt zweifellos auf die Fixkosten. Miete inklusive aller Nebenkosten wie Strom, Gas, Wasser, aber auch Handy und DSL, Mitgliedsbeiträge für Muckibude, Sportverein oder Gewerkschaft und sonstige wiederkehrende Kosten wie z.B. alles rund ums Auto summieren sich Monat für Monat zu einem vierstelligen Betrag auf. Blöd, dass man das nicht mit einer meilenfähigen Kreditkarte bezahlen kann, oder?

Kann man doch. Zwar mit einem kleinen Umweg, aber im Ergebnis klappt es. Alles, was man dazu braucht, ist ein Girokonto, das man kostenlos mit seiner Kreditkarte aufladen kann. Willkommen bei Revolut!

Revolut Miles and More Meilen sammeln

Revolut ist eine App-basierte Internetbank, die ganz seriös wie jede Bank über eine Banklizenz verfügt und in Großbritannien ansässig ist. Seit dem Brexit hat Revolut auch eine Banklizenz in Litauen, um weiter in der EU Bankgeschäfte machen zu können. Alles, was ihr machen müsst, ist euch die Revolut- App runterladen und euch identifizieren. Dafür müsst ihr nicht wie bei einer Filialbank mit einem Ident- Schnipsel zur Post laufen sondern ihr scannt in der App euren Personalausweis (beide Seiten) ein und macht ein schickes Foto von euch selbst. Schon habt ihr ein Bankkonto mit einer IBAN, mit dem ihr alles machen könnt, was man mit Bankkonten eben so macht. Daueraufträge einrichten, SEPA- Lastschriftmandate erteilen, Überweisungen tätigen.

Wie bekommt ihr denn nun aber Geld auf euer neues Konto? Im Grunde genommen nicht anders als bei anderen Konten, z.B. könnt ihr euer Gehalt dorthin überweisen lassen, das Konto mit Paypal verknüpfen oder – und jetzt kommt der Clou – ihr könnt das Konto mit eurer Kreditkarte aufladen. Leider funktioniert das nicht mit American Express, aber eure Miles and More Mastercard könnt ihr hier als Zahlungsquelle hinterlegen.

Diese Transaktionen werden bei Miles and More nicht als Barverfügungen angesehen sondern als normale Umsätze, für die ihr Meilen gutgeschrieben bekommt.

Revolut aufladen Miles and More

Dazu gibt es in der sehr übersichtlichen Revolut App einen Button „Geld hinzufügen“. Klickt ihr da drauf, könnt ihr eingeben, wie viel Geld von eurer Miles and More Kreditkarte auf euer Revolut Konto transferiert werden soll. Das ganze dauert nicht ein bis drei Werktage wie bei anderen Banken sondern genau eine Sekunde. Die Gutschrift erfolgt sofort.

Wenn ihr also einen Dauerauftrag für eure Miete über 750 Euro anlegt, die jeden Monat am Ersten überwiesen werden soll, legt gleich noch eine automatische Aufladung mit dazu an, so dass z.B. am 29. des Vormonats 750 Euro von eurer Miles and More Kreditkarte auf euer Revolut Bankkonto übertragen werden. Für jede Aufladung eures Revolut- Kontos mit der Miles and More Kreditkarte werden euch Meilen gutgeschrieben. Wenn ihr das Konto jeden Monat mit 2000 Euro aufladet, um eure regelmäßigen Kosten zu bezahlen, bekommt ihr also 1000 Prämienmeilen aufs Konto.

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Zu Revolut*

Was kann Revolut noch?

Da das ganze Konto also nur auf Guthabenbasis läuft, gibt es nicht mal eine Schufa- Abfrage. Übrigens beinhaltet Revolut wie jedes gute Girokonto auch noch eine kostenlose Kreditkarte. Die Mastercard gibt es in zwei Ausführungen. Ihr habt sie automatisch in der App digital hinterlegt, wo ihr sie z.B. für Interneteinkäufe nutzen könntet. Es gibt bei fragwürdigen Internethändlern auch die Möglichkeit, Einmal-Kreditkarten zu generieren. Die physische Mastercard ist ebenfalls kostenlos, ohne Jahresgebühr, ohne Fremdwährungsgebühren und ihr könnt weltweit monatlich bis zu 200 Euro kostenlos abheben. Lediglich für den Versand der Karte müsstet ihr einmalig 5,99 Euro bezahlen.

Im Grunde genommen braucht ihr keine weitere Kreditkarte, wenn ihr eine meilenfähige Kreditkarte und eine für die Bargeldversorgung unterwegs habt, doch da diese komplett kostenlos daherkommt, kann man sie gut als Backup einsetzen.

Apropos Fremdwährungen: Das Konto bietet euch auch die Möglichkeit, Währungskonten in 30 verschiedenen Währungen anzulegen und jeweils sekundengenau zum Interbankenkurs, der euch im Sekundentakt aktualisiert angezeigt wird, zu tauschen. An andere Revolut- Kontoinhaber könnt ihr so weltweit Geld in vielen verschiedenen Währungen kostenlos verschicken – und das Geld kommt blitzschnell beim Empfänger an.

Mit Revolut Miles and More Meilen sammeln

Amerikanische Aktien handeln

Seit ein, zwei Jahren bietet Revolut Kontoinhabern auch die Möglichkeit, in der App direkt mit Aktien amerikanischer Firmen zu handeln. Leider gibt es nur amerikanische Aktien und keine ETF’s sondern nur die Aktien einzelner Firmen. Dies gilt im Allgemeinen als riskanter als der Handel mit Indexfonds, aber wer sich vielleicht einfach mal eine Tesla Aktie in sein Depot legen will, kann das hier kostenfrei tun. Anders als bei anderen Anbietern zahlt ihr hier keine Transationsgebühren und auch beim Verkauf lediglich Gebühren im Cent- Bereich. Inzwischen ist allerdings die Zahl kostenloser Transaktionen für das kostenlose Konto begrenzt worden. Wenn ihr unbegrenzt traden wollt, müsstet ihr auf eines der Konten mit einer monatlichen Gebühr wechseln.

Neben Aktien könnt ihr auch mit Rohstoffen und Edelmetallen handeln. Selbst Kryptwährungen sind im Angebot. Als konservativer Anleger habe ich mich mit dem Angebot aber noch nicht weiter befasst.

Kostenlose Unterkonten anlegen

Ihr könnt bei Revolut auch kostenlose Unterkonten anlegen, auf denen ihr z.B. auf bestimmte Ziele ansparen wollt – oder Geld für die nächste Gasabrechnung zurücklegt. Diese „Vaults“ genannten virtuellen Sparbüchsen könnt ihr z.B. durch regelmäßige wöchentlich oder monatliche Zahlungen füttern. Wenn ihr die virtuelle oder die phyische Kreditkarte regelmäßig nutzt, könnt ihr das „Wechselgeld“ in einen Vault einzahlen lassen. Dabei könnt ihr bestimmen, ob die Kaufsumme hierfür auf volle Euros oder volle zehn Euros aufgerundet wird. Bei aktiver Kartennutzung kommt hier schnell ein schöner Betrag zusammen. Aber auch das Ansparen von geringen Summen wie 20 Euro pro Woche macht sich in einem Vault schnell bemerkbar.

Vaults könnt ihr natürlich jederzeit auflösen und das Guthaben auf euer Hauptkonto schieben, wenn ihr es braucht. Am ehesten sind Vaults deshalb wohl mit Tagesgeldkonten zu vergleichen. Zinsen bekommt ihr bei den Vaults – wie auch bei Tagesgeldkonten – leider keine.

Virtuelle Einwegkarten und Meilen kaufen

Toll finde ich persönlich die virtuellen Einwegkarten, die ihr kostenlos nutzen könnt. Ihr habt eine virtuelle Kreditkarte für Onlinezahlungen und ihr habt beliebig viele „Einwegkarten“, also Kreditkarten, die nur einmal genutzt werden können. Diese Karten werden automatisch generiert und nach einmaligem Gebrauch deaktiviert. Die Kreditkartennummer, inklusive CVV, können also nach eurem Gebrauch nicht noch einmal verwendet werden. Damit sind die Einwegkarten wirksames Mittel gegen Missbrauch wie Phishing etc. – und ihr sammelt natürlich mit den Umsätzen eurer virtuellen Kreditkarte auch wieder Miles and More Meilen, weil alle Umsätze über das Revolut Konto abgerechnet werden.

So könnt ihr z.B. auch mit Meilenkäufen Miles and More Meilen sammeln, die in US Dollar abgerechnet werden. Normalerweise würde ich LifeMiles Käufe nicht mit der Miles and More Kreditkarte bezahlen, weil mir die Fremdwährungsgebühren zu hoch sind. Doch bei Revolut gibt es keine Fremdwährungsgebühren und so zahle ich meine LifeMiles mit der Revolut Kreditkarte. Das ist praktisch, weil ich fürs Revolut aufladen Miles and More verwenden kann.

Zu Revolut*

Gibt es auch Nachteile bei Revolut?

Das kommt darauf an, was man von einer Bank erwartet. Möchte man gerne mit einem Menschen an einem Bankschalter in einer Filiale sprechen, dann ist Revolut nichts für euch. Das Prinzip Revolut funktioniert durch das Reduzieren der Kosten auf ein Minimum. Habt ihr ein Problem, so gibt es in der App ein Ticketsystem, über das man Hilfe bekommt. Eine Hotline oder auch nur eine Webseite mit einer Email- Adresse gibt es nicht bzw. habe ich noch nicht gefunden. Ich habe das Ticketsystem bisher zwei Mal genutzt und habe beide Male innerhalb von 24 Stunden eine Antwort bekommen, die mir weitergeholfen hat.

Kreditkarte ohne Verfügungsrahmen

Der Vorteil, dass bei Revolut keine Schufa- Abfrage anfällt, kann zugleich ein Nachteil sein. Denn es bedeutet, dass euer Girokonto nur im Guthaben geführt wird und ihr keinen Dispositionskredit in Anspruch nehmen könnt. Für die Verwendung der Revolut- Kreditkarte bedeutet das auch, dass ihr keinen Verfügungsrahmen wie bei einer klassischen Kreditkarte habt. Ihr könnt mit der Kreditkarte immer nur so viel ausgeben, wie ihr gerade Guthaben auf dem Konto habt.

Ihr müsst daher gerade am Monatsanfang, wenn die regelmäßigen Kosten abgezogen werden, darauf achten, dass ihr euer Konto mit ausreichend Guthaben von eurer Miles and More Kreditkarte aufladet. Sonst drohen Rücklastschriften, die teuer werden können.

Kein Interbanken Wechselkurs am Wochenende

Die zahlreichen Währungskonten, die ihr bei Revolut anlegen könnt, sind ein schöner Vorteil, wenn man häufiger in anderen Währungen zahlt oder Geld in anderen Währungen senden möchte. Teilweise kann das Senden von Fremdwährungen günstiger ausfallen als bei Wise.

Revolut wirbt zudem damit, den Interbanken Wechselkurs anzuwenden, also nicht an dem Umtauschen von Geld zu verdienen. Für zwei Währungen gilt dies allerdings nicht, denn für das Tauschen in Thai Baht oder ukrainischen Hrywnja wird wegen der angeblichen Volatilität dieser Währungen immer ein Aufschlag von einem Prozent verlangt.

Auch das Wechseln in gängige Währungen wie USD, GBP, CAD, PLN etc. ist nur an Arbeitstagen zum Interbanken Wechselkurs ohne weitere Gebühren möglich. Am Wochenende kostet das Tauschen der Währungen ebenfalls einen Prozent. Der sekundengenaue Wechselkurs wird euch aber transparent in der App angezeigt. So wisst ihr genau, zu welchem Kurs und zu welchen Gebühren ihr Währungen tauscht. Im kostenlosen Revolut- Konto könnt ihr monatlich bis zu 1000 Euro umtauschen.

Keine deutsche IBAN

Was ich ganz cool finde, aber vielleicht den einen oder anderen stört, ist die Tatsache, dass die IBAN eine britische ist, also nicht mit DE anfängt sondern mit GB. Auf die Funktionalität eures Kontos hat das aber keine Auswirkungen. Sämtliche Transaktionen werden als inländische Transaktionen durchgeführt.

Inzwischen ist wegen des Brexits aus der GB IBAN eine LV IBAN geworden. Nicht ganz so cool, funktioniert aber auch problemlos. Es ist etwas mühselig, Firmen zu erklären, dass sie nach geltendem EU- Recht den Lastschrifteinzug von einem Konto innerhalb der EU nicht ablehnen dürfen. Das versuchen tatsächlich viele Unternehmen – warum auch immer. Dafür gibt es zwei Lösungen. Ihr richtet statt eines SEPA Lastschriftmandats einfach einen Dauerauftrag ein. Die zweite Lösung: Ihr zieht den Art. 9, Abs. 2 SEPA VO.

EU- Recht stärkt Revolut

Ich habe für die regelmäßigen Zahlungen für Strom, Internet, GEZ und meine Krankenversicherung Daueraufträge angelegt. Mein Vermieter ist eine große Wohnungsbaugesellschaft und hatte mir kategorisch mitgeteilt, dass sie keinen Einzug von nichtdeutschen Konten durchführen würden und ich ein deutsches Girokonto benennen sollte. Ich habe daraufhin auf Art. 9, Abs. 2 der SEPA VO hingewiesen, nach der Unternehmen eine solche Diskriminierung verboten ist. Das hat auch der Bundesgerichtshof 2020 höchstrichterlich festgestellt. Firmen, die sich weigern, Beiträge im SEPA- Verfahren von einem Revolut Konto einzuziehen, müssen mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.

Es gibt zwei Sorten von Unternehmen: Die, die von der Rechtslage keine Ahnung haben und denen das einfach nur irgendwie komisch vorkommt, von einem litauischen Konto einzuziehen. Und es gibt die großen Unternehmen, die die Rechtslage sehr wohl kennen, aber sie einfach ignorieren. Ich versuche bei beiden immer erst einmal die Einrichtung eines Dauerauftrags anzubieten. Ist für die Firmen eigentlich auch die elegantere Lösung. Wenn ich meine Miete per Dauerauftrag überweise, kann es keine Rücklastschriften geben. Die Firmen sind also mit dem Dauerauftrag auf der sicheren Seite.

Das hatten bis auf den Vermieter auch alle so verstanden und akzeptiert. Dem Vermieter musste ich dann zwei Mal die Rechtslage erklären. Seitdem klappt das mit dem Lastschrifteinzug von meinem litauischen Revolut- Konto reibungslos. Das Insistieren auf mein Recht hätte ich bei einer DSL- Rechnung über 39,99 Euro vielleicht nicht gemacht. Aber bei meiner Miete geht es um mehrere Tausend Miles and More Meilen, auf die ich nicht verzichte, nur weil ein Großkonzern ausschließlich von deutschen Konten einziehen möchte.

Miles and More Kreditkarte zum Aufladen hinterlegen

Wie gesagt, leider funktioniert Revolut nicht mit American Express und es gibt auch ein paar meilenfähige Kreditkarten wie die Eurowings Kreditkarten von Barclaycard, die Aufladungen als Bargeldabhebung verbuchen und keine Meilen darauf gewähren. Um zum Revolut aufladen Miles and More nutzen zu können, benötigt ihr natürlich erst einmal eine Miles and More Kreditkarte. Private Miles and More Kreditkarten funktionieren prima, egal ob die Blue oder die Gold Card. Bei Business Kreditkarten sollen Gebühren für die Aufladung verlangt werden. Das weiß ich allerdings nur vom Hörensagen, da ich keine Business Kreditkarte nutze.

Als zweite Meilenkreditkarte, die für das Aufladen von Revolut verwendet werden kann, empfehle ich die Hilton Honors VISA Card der DKB. Mit ihr sammelt ihr immerhin einen Hilton Punkt je ausgegebenem Euro. Nebenbei bekommt ihr mit der Hilton Honors Kreditkarte den Gold Status im Programm geschenkt. Mit einem Jahresumsatz von 20.000 Euro winkt euch sogar der Hilton Honors Platinum Status. 20.000 Euro sind durchaus zu schaffen, wenn ihr Miete und alle monatlichen Nebenkosten über die Kreditkarte laufen lassen könnt. Die Hilton Kreditkarte kostet 48 Euro Jahresgebühr.

Falls ihr noch keine Miles and More Kreditkarte habt:

Miles & More Blue Card*

Und falls ihr gerne bei Hilton übernachtet und den Gold- Status geschenkt bekommen möchtet:

Hilton Honors Card*

WARNUNG – Nicht übertreiben beim Meilen sammeln

In jedem Forum oder Facebook Gruppe fängt an dieser Stelle immer die Diskussion an, wie man das System maximal ausreizen kann. Natürlich ist es verführerisch, über Revolut 20.000 Euro an die Ehefrau zu überweisen und so 10.000 Meilen zu generieren. Und wenn das einmal geklappt hat, dann machen wir das einfach jede Woche.

Man muss sich dabei vor Augen halten, dass solches „Manufactured Spending“, also konstruierte Umsätze, gegen die Programmbedingungen von Miles and More verstoßen. Noch viel ärgerlicher ist dieses Verhalten aber für Revolut, denn die müssen für die Aufladung mit Kreditkarte Gebühren an Miles and More zahlen. Das machen die, um neue Kunden zu gewinnen, aber sie machen es nicht bis zum „get no“.

Es gibt aber auch noch ein rechtliches Problem bei privaten Transaktionen mit hohen Geldbeträgen, die keinem nachvollziehbaren Sinn dienen. Soche Transaktionen triggern nämlich die Warnsysteme gegen Geldwäsche bei jeder Bank. Revolut sperrt deshalb solche Konten sehr schnell. Um die Sperre wieder aufzuheben, müsst ihr Unterlagen über die Herkunft des Geldes und den Verbleib liefern. Das ist ziemlicher Aufwand, der aber offenbar recht wirksam ist.

Meine Empfehlung daher: Versucht nicht, ein paar schnelle Meilen mit Hin- und Herüberweisungen von Mondbeträgen zu generieren sondern belasst es bei nachvollziehbaren Umsätzen. Wenn ihr Geld an Vattenfall, E-on, Vodafone, Telekom oder Vonovia überweist, dann sind das ehrliche Umsätze, die euch keine Probleme machen werden, weil sie nachvollziehbar sind. Regelmäßige Überweisungen hoher Geldbeträge an Leute mit dem gleichen Nachnamen werden euch dagegen Probleme einbringen.

Neben den individuellen Problemen, die euch solches Manufactured Spending bringt, schadet ihr natürlich auch der Meilensammler Community massiv. Denn Revolut wird die Möglichkeit, euer Konto kostenlos mit Kreditkarten aufzuladen, nur so lange anbieten, wie es sich für sie selbst rechnet. Das ist auch der Grund, warum die allermeisten anderen Anbieter solcher Banking Apps die Aufladung mit Kreditkarten entweder limitieren oder Gebühren dafür verlangen.

Mit Revolut Miles and More Meilen sammeln – Alternativen

Vor ein paar Jahren gab es noch mit boon.planet die perfekte Alternative zu Revolut. Ebenfalls alles kostenlos, keine Gebühren für die Aufladung des App Kontos mit der Kreditkarte und sogar eine deutsche IBAN. Doch leider gehörte boon.planet zur Wirecard Bank. Der Rest ist Geschichte.

Es gibt noch ein paar weitere App Konten, bei denen aber die Aufladung des Kontos mit einer Kreditkarte Geld kostet. Bei einigen Banken ab dem ersten Euro, bei einigen anderen sind zumindest kleinere Aufladungen kostenlos. Bei N26 könnt ihr aktuell 150 Euro pro Aufladung von der Karte ziehen, insgesamt aber nicht mehr als 450 Euro pro Monat. Hier geht’s zum kostenlosen Girokonto von N26.

Auch sein bunq- Konto kann man mit der Miles and More Kreditkarte aufladen. Hier werden allerdings 0,5% des Einzahlungsbetrags als Gebühren verlangt. Das ist zwar besser als der Miles and More Überweisungsservice, der 2,5% für Überweisungen mit der Kreditkarte verlangt. Aber es ist eben auch mehr als nichts – wie bei Revolut. Dafür gibt es vorzeigbare IBAN’s mit DE, NL oder FR- Kennung. Hier geht’s zu bunq.

Häufige Fragen

Ist Revolut sicher?
Revolut hat eine europäische Bankenlizenz und unterliegt damit der entsprechenden Aufsicht. Die Software, die Revolut verwendet, gilt als sicher.
Was mache ich, wenn Revolut mein Konto sperrt?
Revolut sperrt Konten nicht zum Vergnügen. Meist hat es im Vorlauf verdächtige Umsätze mit hohen Beträgen gegeben, was dazu führt, dass Geldwäsche- Warnsysteme anspringen. Wer sein Revolut Konto nur für nachvollziebare Transaktionen in verkehrsüblicher Höhe nutzt, wird auch nicht gesperrt werden. Wenn euer Geld also gesperrt wurde, müsst ihr die Herkunft eures Geldes nachweisen und den Grund für die Transaktion offenlegen. Danach werden die Konten wieder entsperrt.
Was kostet Revolut?
Es gibt bei Revolut verschiedene Preismodelle. Wer vor allem mit seinen monatlichen Ausgaben wie Miete, Handy oder Strom Miles and More Meilen sammeln möchte, für den wird das kostenlose Basiskonto ausreichend sein.
Habe ich bei Revolut einen Dispo?
Einen Dispositionskredit gibt es bei Revolut nicht. Das Konto wird ausschließlich auf Guthabenbasis geführt. Das hat den Vorteil, dass keine Bonitätsprüfung bei Kontoeröffnung durchgeführt wird.

Zu Revolut*

Fazit

Es ist der Traum jedes Meilen- Junkies, mit seinen monatlichen Fixkosten jeden Monat tausende Prämienmeilen zu generieren. Mit Revolut Miles and More Meilen sammeln ist ganz einfach – wenn man es nicht übertreibt.

Folgt mir auch auf Facebook, wo ich auch kurzfristige Deals oder Bilder von unterwegs poste und Instagram.

Der Artikel enthält Links zu externen Seiten. Links, die mit einem (*) gekennzeichnet sind, führen zu Partnerseiten. Wenn ihr auf diesen Seiten etwas kauft, einen Flug bucht o.ä., dann bekomme ich vom Anbieter eine kleine Provision. Der Preis ändert sich für euch dadurch natürlich nicht.


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  • Mehr Meilen sammeln mit Revolut und Miles & More Kreditkarte

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo,
    ich habe vor mir die American Express Platinum Card (privat) zu holen.
    Der kleine Haken ist der Mindestumsatz von 6.000 Euro innerhalb der ersten 6 Monate mit der American Express Platinum Card, damit ich die 75.000 Bonuspunkte generieren kann.
    Da man normalerweise nicht unbedingt 6.000€ in den 6 Monaten für irgendetwas ausgibt, könnt ihr mir Tipps/Tricks geben wie man das evtl. mit den monatlichen Kosten die man sowieso hat vielleicht verknüpfen kann? Danke &Gruß

    Antworten
    • Hi Andreas,
      das ist seeehr schwierig, denn American Express kann man weder mit Revolut noch mit boon.planet verknüpfen. Beide funktionieren nur mit VISA oder Mastercard. Auch von dem nächsten natürlichen Reflex, AMEX bei Paypal zu hinterlegen und dann Geld an Freunde zu schicken, kann ich nur warnen, denn dies ist nach den AGB von AMEX nicht erlaubt und es werden sehr schnell Karten gesperrt. Du kannst natürlich AMEX bei Paypal hinterlegen und damit echte Rechnungen bezahlen, aber die Paypal n friends Funktion ist tabu.
      Ist natürlich auch schwer, Tipps zu geben, wenn ich nicht weiß, was du so machst. Wenn du im Onlinebereich selbstständig bist, gibt es paar Möglichkeiten, typische Betriebsausgaben mit AMEX zu bezahlen. Ansonsten natürlich Reisen (ich weiß, ist gerade nicht so angesagt…), Möbel, neues Handy, Gebrauchtwagen. Teure Dinge kaufen, bei denen du sicher bist, dass du sie relativ easy bei eBay weiterverkaufen kannst etc. Aber Miete, Strom, Gas, Wasser, Handy geht mit AMEX leider nicht. Anders als Miles & More z.B. hat AMEX auch keinen eigenen Überweisungsservice, mit dem man gegen Gebühr Banküberweisungen von der Kreditkarte machen könnte.
      Sorry, dass ich da kein Patentrezept habe. Trotzdem viel Glück. Ist schon eine coole Karte mit ziemlich vielen brauchbaren Vorteilen. 😉

      Antworten
      • Hi Kai,
        vielen Dank für deine Antwort! Hast mir schon damit sehr geholfen, mein Problem ist damit leider nicht wirlich gelöst 🙂
        Ich bin nicht selbständig. Verreise sehr gerne, zur Zeit weniger 🙂
        Dann muss ich mal sehen wie ich in den 6 Monaten die 6000€ unter die Leute bringe… 🙂

        Danke + viele Grüße,
        Andreas

        Antworten
  • Hallo Andreas,

    Ja es ist nicht immer leicht die Summe erreichen: Was ich dir noch Tipp geben kann / darf? Spricht mit deiner Familie oder Freude . Sicherlich werden dir Unterstützung geben. Du kannst für deiner Familie und Freunde bezahlen und werden dir spätere auf das Konto überweisen.
    Das zählt mit der Zusatzkarte auch die Umsätze.
    Vodafone kannst du auch über Kreditkarte Rechnung bezahlen. Mobil und Festnetz

    Es gibt wenig Anbieter für Strom mit Amex oder Paypal zahlen? Vielleicht mal deiner Anbieter schauen oder prüfen?

    Alles über Zahlungsverkehr mit Amex zahlen und bei Amazon auch.

    Vielleicht habe ich dir gute Rat gegeben. Viel Glück und Bleibt Gesund!

    Romek

    Antworten

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