Welche AMEX ist die richtige für mich (Österreich)?

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American Express
AMEX Cards Österreich

American Express hat in Österreich ein ähnliches Portfolio an Kreditkarten wie in Deutschland. Doch ein paar Eigenheiten gibt es in Österreich, die wir uns einmal anschauen wollen. Verwirrend ist zum Teil das erforderliche Mindesteinkommen, so dass es gar nicht so leicht ist herauszufinden, welche AMEX Kreditkarte die richtige für euch ist. Wir schauen uns die AMEX Cards Österreich einmal genauer an – und welche Alternativen es gibt.

American Express AT – welche Kreditkarten gibt es?

American Express bietet in Österreich neun verschiedene Kreditkarten an, von denen sieben private und zwei Business Cards sind. Der Schwerpunkt liegt in Österreich klar auf dem Privatkundengeschäft. So gibt es im Business Bereich auch “nur” die Green und Gold Card – jedoch kein Äquivalent zur AMEX Platinum. Es gibt die folgenden Privatkarten von AMEX AT:

  • AMEX Blue Card
  • AMEX Green Card
  • AMEX Aurum Card
  • AMEX Gold Card
  • AMEX BMW
  • AMEX BMW Gold
  • AMEX Platinum Card

Welche Bedingungen gelten generell für AMEX Kreditkarten Österreich?

Um eine Kreditkarte von American Express in Österreich beantragen zu können, müsst ihr ein paar Voraussetzungen erfüllen. Zu den allgemeinen Bedingungen gehört wenig erstaunlich, dass ihr das 18. Lebensjahr vollendet haben müsst, also volljährig seid. Euer Hauptwohnsitz muss in Österreich sein und ihr müsst zum Zeitpunkt des Kartenantrags eine österreichische Bankverbindung haben. Diese kann nach Ausstellung der Karte auf eine beliebige Bankverbindung innerhalb des SEPA Raums geändert werden.

AMEX Österreich Mindesteinkommen

Neben einem Mindestumsatz, der teilweise für die Gutschrift von Willkommensboni erforderlich ist, gibt es in Österreich auch ein Erfordernis hinsichtlich eures Einkommens. Es gibt für jede AMEX Card AT ein vorgeschriebenes Mindesteinkommen. Dieses ist nicht in Stein gemeißelt und ihr könnt eine Karte ggf. auch beantragen, wenn ihr knapp unter dem jährlichen Mindesteinkommen liegt. Doch als Richtschnur solltet ihr die Einkommensanforderungen im Hinterkopf haben, wenn ihr eine American Express Kreditkarte beantragen wollt.

Hier eine kleine Übersicht über das erforderliche jährliche Mindesteinkommen für die einzelnen AMEX Kreditkarten in Österreich:

  • AMEX Blue AT: 18.000 Euro brutto
  • AMEX BMW AT: 18.000 Euro brutto
  • AMEX Green AT: 25.000 Euro brutto
  • AMEX Aurum: 30.000 Euro brutto
  • BMW Card Gold AT: 30.000 Euro brutto
  • AMEX Gold AT: 30.000 Euro brutto
  • AMEX Platinum AT: 49.000 Euro brutto

Für die Business Varianten der AMEX Karten gelten eigene Mindesteinkommen, die erstaunlicherweise teils niedriger sind als die Anforderungen an die privaten Karten.

  • American Express Business Card (Green) Österreich: 18.000 Euro brutto
  • American Express Business Card Gold Österreich: 30.000 Euro brutto

Wenn ihr bedenkt, dass ein Mindesteinkommen von 30.000 Euro brutto gerade mal ein monatliches Einkommen in Höhe von 2500 Euro brutto voraussetzt (wenn ihr ein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld bezieht sogar noch weniger), sollte die Hürde bis einschließlich zur Gold Card für die allermeisten Arbeitnehmer wohl zu schaffen sein.

Was macht American Express so besonders?

Es gibt in Österreich viele Premium Kreditkarten, die ihren Kunden mehr oder weniger wertvolle Vorteile für ihre Jahresgebühr bieten. Was AMEX in Österreich einzigartig macht, ist auch nicht nur das Membership Rewards Programm, mit dem ihr für eure Umsätze mit Punkten belohnt werdet. Es ist die Vielfalt an Einlösungsmöglichkeiten, die es euch ermöglicht, einen enormen Gegenwert für eure Membership Rewards Punkte zu erzielen. Dabei spielt die Partnerschaft von AMEX mit einem halben Dutzend Vielfliegerprogrammen eine entscheidende Rolle. Ihr könnt so aus euren Punkten Vielfliegermeilen machen, mit denen ihr Prämienflüge in der Business oder gar First Class buchen könnt – ein enormer Gegenwert für eure Punkte.

Folgende Vielfliegerprogramme sind Transferpartner von American Express in Österreich:

  • British Airways Executive Club
  • Emirates Skywards
  • Finnair Plus
  • Flying Blue (Air France/KLM)
  • Iberia Plus
  • Qatar Airways Privilege Club
  • SAS Eurobonus

Rewards Turbo für mehr Punkte

Die Voraussetzung dafür – die Teilnahme am Membership Rewards Programm – bieten euch alle American Express Kreditkarten in Österreich. Ihr könnt also nichts falsch machen, wenn es euch nur um das Meilen sammeln geht. Denkt daran, dass ihr mit dem so genannten Rewards Turbo für einen kleinen jährlichen Zusatzbeitrag nicht nur einen Punkt je ausgegebenem Euro sammelt sondern sogar 1,5 Punkte. So könnt ihr eurem Punktekonto in Echtzeit beim Wachsen zuschauen.

Wenn ihr über das reine Meilensammeln weitere Vorteile haben wollt, bieten euch die verschiedenen AMEX Cards unterschiedlich vielfältige Benefits von Reiseversicherungen über Zugang zu Flughafenlounges bis hin zu Restaurant Guthaben.

Neben eurem Einkommen kommt es also vor allem darauf an, welches Maß an Vorteilen ihr haben möchtet und welche Vorteile ihr in eurem Alltag auch tatsächlich nutzt. Kostenloser weltweiter Loungezugang ist für jemanden, der seinen Jahresurlaub in Südtirol verbringt, nicht wirklich wichtig.

AMEX Cards dauerhaft ohne Jahresgebühr mit Mindestumsatz

Zwei AMEX Kreditkarten sind in Österreich dauerhaft ohne Jahresgebühr zu halten, wenn ihr einen bestimmten Jahresumsatz mit der Karte erreicht. Für die AMEX Blue beträgt dieser erforderliche Jahresumsatz gerade einmal 3500 Euro.

Bei der AMEX Aurum, die schon mit einem schönen Päckchen an Vorteilen daherkommt, ist die Umsatzgrenze für dauerhafte Beitragsfreiheit mit 5000 Euro nur unwesentlich höher.

AMEX Kreditkarten – Welche Vorteile bringen sie mir?

Schauen wir uns nun die einzelnen Kartenprodukte von American Express in Österreich mit den jeweiligen Vorteilen einmal etwas genauer an.

AMEX Blue Österreich

Die AMEX Blue AT ist wie auch das deutsche Gegenstück die preisgünstigste Kreditkarte von American Express. Mit 40 Euro ab dem zweiten Jahr kann sie getrost als Einsteigerkarte bezeichnet werden. Bedenkt dabei, dass alle österreichischen AMEX Cards außer der Platinum das erste Jahr beitragsfrei sind. Ihr könnt also jede Karte für ein Jahr kostenfrei und in aller Ruhe ausprobieren.

Während das Membership Rewards Programm bei der AMEX Blue in Deutschland kostenpflichtig hinzugebucht werden muss, sind die Vorteile des Punktesammelns in Österreich bereits inkludiert. In den Allgemeinen Bedingungen steht zwar noch, dass eine Jahresgebühr von 30 Euro für die Teilnahme am Membership Rewards Programm fällig wird, doch wird diese faktisch nicht erhoben.

Ab dem zweiten Jahr reicht bereits ein Jahresumsatz von 3500 Euro, um die Karte dauerhaft beitragsfrei zu halten. Das sollte eigentlich für die meisten zu schaffen sein. Dafür sind die zusätzlichen Vorteile bei dieser Karte noch sehr überschaubar. Immerhin profitiert ihr aber von drei Versicherungsleistungen:

  • Verkehrsmittel-Unfallversicherung
  • Erweitertes On- und Offline Rückgaberecht
  • Soforthilfe bei Notfällen im Ausland durch GlobalAssist

Wirklich interessant ist dabei vor allem das erweiterte On- und Offline Rückgaberecht, das es ermöglicht, gekaufte Gegenstände auch dann zurück zu geben, wenn der Händler eine Rückgabe eigentlich ausschließt. Praktisch läuft das Rückgaberecht über eine Erstattung von American Express, wenn der Händler die Rücknahme ablehnt.

Hier geht es zu den vollständigen Bedingungen für die AMEX Blue AT und die enthaltenen Versicherungen. Hier beantragen (über Multicard Auswahl).

Zur AMEX Blue*

AMEX Green Österreich

Die AMEX Green Card ist ebenfalls im ersten Jahr beitragsfrei. Ab dem zweiten Jahr wird ein Monatsbeitrag von sechs Euro bzw. eine Jahresgebühr in Höhe von 72 Euro fällig. Anders als bei der AMEX Blue gibt es in Österreich auch keine Möglichkeit, die Jahresgebühr ab dem zweiten Jahr über einen Mindestumsatz zu vermeiden. Ab dem zweiten Jahr werden also 72 Euro fällig. Immerhin wird auch hier die Teilnahmegebühr für das Membership Rewards Programm nicht erhoben.

Der Leistungsumfang ist gegenüber der AMEX Blue um einige Versicherungen erweitert.

  • Reise-Unfallversicherung
  • Behandlungs- und Rückholkostenversicherung
  • Kartenkontosaldo- Versicherung
  • Reisegepäckversicherung
  • Mehrkostenversicherung
  • Auslandsreise- Privathaftpflicht- Versicherung
  • Shopgarant
  • Return Protection (Rückerstattungsgarantie von gekauften Waren)

Die Mehrkostenversicherung ist eine Light- Version der unten noch ausführlicher vorgestellten Reisekomfortversicherung. Die Reisegepäckversicherung versichert nur den Verlust oder die Beschädigung von Gepäck, nicht jedoch die – häufiger vorkommende – Gepäckverspätung. Für die Gepäckverspätung ist dann wiederum die Reisekomfortversicherung interessant (s. AMEX Aurum).

Die Versicherungen sind nicht unbedingt ein Game Changer. Insofern ist für Interessenten, die vor allem wegen der AMEX Punkte eine Karte beantragen wollen, die AMEX Blue attraktiver, weil man sie dauerhaft kostenlos halten kann. Wer Interesse an Zusatzleistungen wie Versicherungen hat, ist vermutlich mit den nachfolgenden Kartenprodukten besser beraten.

Hier gehts zu den Versicherungsbedingungen für die AMEX Green AT. Hier könnt ihr die AMEX Green AT direkt beantragen.

Zur AMEX Green*

AMEX BMW Österreich

Die AMEX BMW Österreich wird zwischen den Privatkarten von American Express – wie übrigens auch in Deutschland – oft übersehen. Preislich ist die AMEX BMW mit 55 Euro Jahresgebühr, die euch im ersten Jahr erlassen werden, zwischen der AMEX Blue und der AMEX Green angesiedelt. Wie bei der AMEX Green gibt es allerdings auch bei der BMW Karte keine Möglichkeit, die Jahresgebühr über Umsatzhöhe nach dem ersten Jahr erlassen zu bekommen.

Von den drei günstigsten Karten hat aber die AMEX BMW das attraktivste Versicherungspaket. Folgende Versicherungen sind inkludiert:

  • Reise- Unfallversicherung
  • Reisekomfortversicherung
  • Privathaftpflicht- Versicherung im Ausland
  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Reisegepäckversicherung

Mindestens für Reisende ist dieses Paket sicherlich schon aufgrund der Krankenversicherung ohne Selbstbeteiligung das attraktivste unter den günstigsten AMEX Karten. Hier könnt ihr euch die ausführlichen Versicherungsbedingungen durchlesen.

Leider gibt es anders als bei der deutschen AMEX BMW keinen Tankrabatt.

AMEX BMW Gold Österreich

American Express bietet in Österreich neben der AMEX BMW auch noch eine AMEX BMW Gold Card. Diese ist ebenfalls im ersten Jahr beitragsfrei, dafür ab dem zweiten Jahr mit 150 Euro Jahresbeitrag teurer als die Aurum Card. Gegenüber der regulären AMEX BMW hat die Gold Version ein paar zusätzliche Versicherungen und ähnelt im Versicherungsumfang der AMEX Gold. Da allerdings bei der Gold noch ein Willkommensbonus und der Lounge Zugang in Wien mit im Preis enthalten ist, würde ich immer zur AMEX Gold statt der BMW Gold raten. Hier die Versicherungen (und hier die Bedingungen):

  • Reise- Unfallversicherung
  • Reisekomfortversicherung
  • Privathaftpflicht- Versicherung im Ausland
  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Reisegepäckversicherung
  • Reiserücktritt und Reiseabbruch
  • Shop Garant
  • Return Protection

AMEX Aurum Österreich

Die American Express Aurum Card ist ein Produkt, das es nur in Österreich gibt. Es ist preislich und von den Vorteilen zwischen der AMEX Green und der AMEX Gold angesiedelt. Auch die Aurum Card ist im ersten Jahr beitragsfrei. Im zweiten Jahr würde die Karte eine Jahresgebühr von 90 Euro kosten. Doch es gibt hier wie bei der AMEX Blue – und anders als bei der klassischen Green Card – die Möglichkeit, die Jahresgebühr über einen Mindestumsatz erlassen zu bekommen. Der Jahresumsatz, den ihr dafür erreichen müsst, ist mit 5000 Euro sehr überschaubar und für die meisten wiederum leicht zu schaffen.

Interessant ist das, weil ihr mit der AMEX Aurum AT eine schon sehr ordentliche Anzahl an zusätzlichen Versicherungen erhaltet, die für eine potentiell kostenlose Kreditkarte überaus attraktiv sein kann. Die mit Sternchen gekennzeichneten Versicherungen gelten nur bei Karteneinsatz, also wenn ihr die Reise bzw. die Artikel mit der AMEX Aurum bezahlt habt.

  • Verkehrsmittel- Unfallversicherung *
  • Entführungsgeld bei Entführung des Verkehrsmittels*
  • Reisekomfortversicherung*
  • ShopGarant*
  • Return Protection (Rückgaberecht)*
  • Auslandsreise- Privathaftpflicht- Versicherung*
  • Kartenkontensaldo- Versicherung
  • Auslandsreisekranken- und Notfallkostenversicherung
  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Auslandsreise- Unfallversicherung
  • Reisegepäckversicherung
  • Lock & Key Schlüsselverlustversicherung

Vor allem die Auslandsreise Krankenversicherung ist natürlich ein echtes Plus – insbesondere, da sie in Österreich ohne Selbstbeteiligung daherkommt. Eher so zum Lächeln sind natürlich Versicherungen wie die gegen die Entführung eines Verkehrsmittels. Mich würde interessieren, ob es in der langen traditionsreichen Geschichte von American Express schon ein Mitglied gegeben hat, das eine Leistung aus dieser Versicherung erhalten hat.

AMEX Aurum Schlüsselversicherung

Die Lock & Key Schlüsselversicherung ist dafür ebenfalls eine nützliche und potentiell alltagstaugliche Versicherung, weil sie nicht nur Haustürschlüssel sondern auch Autoschlüssel abdeckt. Sie leistet jeweils bis zu 250 Euro für einen Schlüsseldienst, Ersatzschlüssel und ein neues Schloss, wenn das Aufbrechen des Schlosses erforderlich ist.

Wenn bei einem verlorenen Autoschlüssel die Ersatzbeschaffung länger als 24 Stunden dauert, übernimmt die Versicherung auch Mietwagenkosten von bis zu 100 Euro pro Tag (max. 1000 Euro).

AMEX Aurum Reisekomfortversicherung

Schätzen gelernt habe ich die Reisekomfortversicherung, die entstehende Kosten bei Verspätung, Annullierung oder Überbuchung eures Fluges sowie bei verspäteter Ankunft eures Gepäcks abdeckt. Ich war jahrelang davon ausgegangen, dass es kaum einen Fall geben dürfte, bei dem man nicht Ansprüche gegen die Airline hätte – bis ich “Opfer” eines Streiks geworden bin. Meine Erfahrungen mit der AMEX Reisekomfortversicherung habe ich in der ausführlichen Analyse des AMEX Platinum Versicherungspakets geteilt.

Im Versicherungsfall erhaltet ihr Kosten für Kleidung, Hygieneartikel usw. bis zu 100 Euro bei Verspätung über vier Stunden und bis zu 200 Euro bei Verpassen eines Anschlussfluges erstattet. Bei Gepäckverspätung von mindestens sechs Stunden werden tatsächliche Ausgaben bis 150 Euro erstattet. Ist euer Gepäck auch 48 Stunden später noch nicht eingetroffen, könnt ihr bis zu 300 zusätzliche Euro für notwendige Artikel ausgeben. Da die Versicherung für den Karteninhaber sowie unmittelbare Familienangehörige (Ehepartner, Kinder) gilt, verdoppelt sich der Leistungsbetrag für Mitreisende entsprechend.

AMEX Aurum Shop Garant

Die Shop Garant Versicherung schützt euch gegen den Verlust von gekauften und mit der AMEX bezahlten Gegenständen durch

  • Einbruch- Diebstahl
  • Raub
  • Zerstörung oder Beschädigung

Geleistet wird im Schadensfall bis zur Höhe von 750 Euro je Sache. Es gibt eine ganze Reihe von Ausschlüssen, die den Wert der eigentlich sinnvollen Versicherung etwas mindern. Trotzdem ist dies m.E. eine potentiell alltagstaugliche Versicherung.

Die Deckungssumme der Auslandskrankenversicherung ist mit 110.000 Euro vermutlich nicht ausreichend für ernsthafte Krankenhausbehandlungen mit erforderlichen Operationen, so dass hier bei längeren Auslandsaufenthalten zu einer Zusatzversicherung zu raten ist.

Im Detail könnt ihr die Versicherungsbedingungen sowie alles Weitere zur AMEX Aurum hier nachlesen. Jetzt die AMEX Aurum beantragen.

Zur AMEX Aurum*

AMEX Gold Österreich

Mit der American Express Gold Card AT kommen wir in den Bereich der Karten, die mit einem Willkommensbonus angeboten werden. Damit ist die AMEX Gold in der Liga, die für Punkte- und Meilensammler interessant wird. Obwohl es einen durchaus stattlichen Willkommensbonus gibt, ist auch die AMEX Gold in Österreich im ersten Mitgliedsjahr beitragsfrei. Erst ab dem zweiten Jahr werden 16 Euro monatlich oder 192 Euro Jahresbeitrag berechnet. Es gibt bei der AMEX Gold keine Möglichkeit, den Jahresbeitrag durch hohe Umsätze erstattet oder erlassen zu bekommen.

Die AMEX Gold ist auch die erste der Privatkarten, die weitere Vorteile über ein Versicherungspaket hinaus anbietet. Doch fangen wir mit den inkludierten Versicherungen an.

  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Reisestorno und Reiseabbruch
  • Reisegepäckversicherung
  • Reisekomfortversicherung bei Gepäck- oder Flugverspätungen
  • Reise- Unfallversicherung
  • Auslandsreise- Privathaftpflichtversicherung
  • ShopGarant
  • Return Protection (Rückgaberecht)

Die meisten dieser Versicherungen kennen wir schon von den günstigeren Kartenprodukten. Neu ist lediglich eine Reisestorno- und Reiseabbruchversicherung – landläufig bekannt als Reiserücktrittsversicherung. Neben der Auslandskrankenversicherung ist dies sicherlich die werthaltigste der Versicherungen.

Bezeichnend ist, dass die Versicherungen gegen Verkehrsmittel- Entführung oder “Kartenkontensaldo” hier nicht mehr enthalten sind. Das Gold Paket fokussiert sich offenkundig auf das Wesentliche. Der Wert, der mit der Gold Card zusätzlich kommt, ist eine Erweiterung der Versicherungsleistungen. So sind die Leistungen im Krankheitsfall gegenüber der Aurum auf 220.000 Euro verdoppelt.

Die Reiserücktritts- und -abbruchversicherung erstattet euch Kosten bis zu einer Höhe von 3000 Euro für eure und die Kosten eurer Familienmitglieder. Die Versicherung umfasst auch allein reisende Kinder bis zu einem Alter von 23 Jahren. Die kompletten Versicherungsbedingungen findet ihr hier auf der AMEX Webseite.

Loungezugang am Airport Wien mit AMEX Gold

Loungezugang am Airport Wien mit AMEX Gold

Loungezugang am Flughafen Wien

Neben den Versicherungen ist m.E. der Loungezugang am Flughafen Wien der wichtigste Vorteil der AMEX Gold. Der Zugang gilt für den Inhaber der Hauptkarte sowie die beiden Inhaber der kostenlosen Zusatzkarten. Insgesamt bringt die AMEX Gold also bis zu drei Personen in die Sky Lounges (Gates E und F) und die Vienna Lounge (Gates C).

Ganz ausführlich lest ihr hier alles zur AMEX Gold Card AT. Oder gleich mit Willkommensbonus beantragen.

AMEX Gold beantragen*

AMEX Platinum Österreich

Das Flagschiff von American Express ist natürlich auch in Österreich die Platinum Card. Ich glaube, keine andere Kreditkarte in Österreich kommt mit so vielen Vorteilen daher. Allerdings ist sie mit einem Jahresbeitrag von 636 Euro (oder 53 Euro im Monat) auch die mit Abstand teuerste Kreditkarte. In der Preisklasse muss man sich schon sehr genau durchrechnen, ob man die vielen Vorteile wirklich auch in einem Maße nutzt, das die hohe Gebühr rechtfertigt.

Anders als alle anderen AMEX Kartenprodukte gibt es bei der Platinum in Österreich kein beitragsfreies erstes Jahr. Die Möglichkeit, die Karte risikofrei ein Jahr lang zu testen, gibt es hier also nicht. Was die Karte aber mindestens im ersten Jahr trotzdem hoch attraktiv macht, ist der Willkommensbonus von 30.000 AMEX Punkten, den es bei Abschluss der Karte gibt. Bei Aktionen gab es in der Vergangenheit sogar bis zu 75.000 Punkte als Willkommensbonus. In dem Bereich rentiert sich die AMEX Platinum natürlich fast immer, weil der Bonus allein schon einen höheren Wert hat als die erste Jahresgebühr.

Zu den weiteren Vorteilen gehören:

  • Priority Pass für weltweiten, unlimitierten Loungezugang für den Karteninhaber und den Zusatzkarteninhaber
  • Zugang zu Hunderten weiteren Lounges im Rahmen der Global Lounge Collection
  • Umfassendes Reiseversicherungspaket
  • 2 x 180 Euro Restaurant Guthaben für Restaurantbesuche in Österreich und 20 weiteren Ländern weltweit
  • 180 Euro Entertainment Guthaben für Stremingdienste wie Netflix oder Audible, Kindle, Amzon Music unlimited
  • Statusvorteile bei Mietwagenfirmen und Hotelgruppen

Ich habe in einem ausführlichen Artikel die AMEX Platinum Österreich mit allen Vorteilen bereits vorgestellt, weshalb ich es an dieser Stelle hierbei belasse.

Zur AMEX Platinum*

American Express Österreich – Nachteile

Die American Express Kreditkarten haben in Österreich mit den gleichen Nachteilen zu kämpfen wie auch in Deutschland.

Ein genereller Nachteil von American Express Kreditkarten sind die hohen Gebühren bei Auslands- bzw. Fremdwährungseinsatz. Hier werden zwei Prozent der Gesamtsumme als Gebühr fällig. Auch die Bargeldversorgung am Geldautomaten gehört nicht zu den Stärken von AMEX. Zum einen ist hierfür eine separate Bonitätsprüfung samt Freischaltung erforderlich, zum anderen werden auch hier hohe Gebühren von 3% (mindestens 2,50 Euro) fällig. Für den Auslandseinsatz bzw. den Einkauf in Fremdwährungen empfehle ich, eine separate Reisekreditkarte ohne entsprechende Gebühren abzuschließen. Da ihr mit solchen Karten aber keine Punkte bzw. Meilen sammeln könnt, taugen sie nicht als Ersatz für eine AMEX Kreditkarte.

In Österreich ist es außerdem leider nicht möglich, AMEX Punkte in Payback Punkte umzuwandeln, die dann wiederum zu Miles in More zu transferieren sind. Damit gibt es leider keine Möglichkeit, AMEX Punkte zu Miles and More Meilen zu machen.

American Express Akzeptanz in Österreich

Ein Thema, das bei American Express immer wieder aufkommt, ist die Frage der Akzeptanz. Das rührt vermutlich daher, dass man vor etwa zehn Jahren noch kaum mit einer AMEX Kreditkarte zahlen konnte. Es gibt natürlich Länder, in denen die Akzeptanz besser ist als in anderen. In den USA kann man in etwa 99% aller Geschäfte mit AMEX zahlen, in Osteuropa ist die Akzeptanz von American Express dagegen spürbar geringer. Österreich liegt – wie Deutschland auch – etwa im oberen Mittelfeld. AMEX wirbt massiv um Händler und kann die Zahl seiner Akzeptanzstellen jedes Jahr deutlich steigern. Im Jahr 2021 kamen in Österreich z.B. 3500 neue Partner hinzu.

Im Alltag kann man praktisch bei den meisten gängigen Geschäften mit American Express bezahlen. Bei Mc Donald’s oder Starbucks ist eure AMEX Card inzwischen genauso gerne gesehen wie bei Spar oder REWE. Im Bereich Mobilität wird AMEX nicht nur an den meisten Tanstellen akzeptiert sondern auch bei Parkplätzen bzw. Parkhäusern oder an Mautstellen. Wer lieber mit der Bahn fährt, kann an den Ticketautomaten der ÖBB, CAT, Wiener Linien oder der Westbahn mit der Karte zahlen.

Möbelhäuser wie IKEA und Telekommunikationsanbieter akzeptieren AMEX Cards heute ebenso selbstverständlich wie die meisten Partner aus der Reisebranche wie Hotels, Airlines oder Airport- Geschäfte.

Auch im Onlinebereich könnt ihr fast überall mit AMEX bezahlen – und wo das blaue Logo fehlt, ist in der Regel Paypal akzeptiert, wo ihr die AMEX als Zahlungsmittel hinterlegen könnt.

Insgesamt werdet ihr mit eurer American Express Kreditkarte in Österreich sehr viel seltener abgewiesen werden als dies in Foren oder sozialen Medien oft suggeriert wird. Und wenn ihr tatsächlich mal nicht weiterkommt, macht es Sinn, eine kostenlose Backup Karte wie die Advanzia Mastercard* im Portemonnaie zu haben.

AMEX Kreditkarten – Alternativen

In Österreich gibt es neben den American Express Kreditkarten mit Diners Club und der Miles and More Mastercard zwei weitere Anbieter von Premium- Kreditkarten, die teils ähnliche Leistungen anbieten. Bei beiden Anbietern habt ihr die Möglichkeit, mit euren Umsätzen Miles and More Meilen zu sammeln – bei der Miles and More Mastercard direkt, bei Diners Club über den Umweg von Bonuspunkten.

Miles and More Mastercard Österreich

Wie in Deutschland gibt es auch in Österreich zwei Miles and More Kreditkarten – hier allerdings in den Farben Gold und Platinum. Preislich sortieren sich die beiden Miles and More Kreditkarten Österreich zwischen der AMEX Aurum und AMEX Gold ein.

  • Miles and More Mastercard Gold: 98,40 Euro Jahresbeitrag
  • Miles and More Mastercard Platinum: 144 Euro Jahresbeitrag

Beide Karten kommen mit einem Willkommensbonus daher, der allerdings mit 3000 (Gold) und 5000 Meilen (Platinum) nicht überragend hoch ausfällt. Mit euren Kreditkartenumsätzen sammelt ihr eine Meile je zwei Euro bei der Gold Card und eine Meile je 1,50 Euro bei der Platinum Card. Bei Flugbuchungen auf austrian.com gibt es immer eine Meile je ausgegebenen Euro. Mit beiden Karten nutzt ihr zudem den Priority Check In in Wien.

Die Platinum Card kommt dazu noch mit weiteren Statusvorteilen daher. So könnt ihr in Wien auch die Fastlane an der Sicherheitskontrolle nutzen und dürft dort kostenlos in die Sky oder Vienna Lounge. Gold Card Inhaber dürfen die Fastlane nicht nutzen, können aber die Lounge zu einem vergünstigten Preis von 17,50 Euro aufsuchen.

Das Versicherungspaket beider Karten ist gleich. Mit einer Reisekosten Stornoversicherung, Reisegepäckversicherung, Verkehrsmittel- Unfallversicherung und Reise- Unfallversicherung ist das Paket aus meiner Sicht nicht sonderlich attraktiv.

Bei den sonstigen Vorteilen bietet Miles and More das, was man auch aus Deutschland kennt. Einen Fluggutschein, eine kostenlose Avis Wochenendmiete inklusive Status für ein Jahr, einen Sixt Gold bzw. Platin Status und 10% Rabatt auf Bordeinkäufe bei Austrian Airlines.

Da es bei den AMEX Kreditkarten in Österreich keine Möglichkeit des Transfers zu Miles and More gibt, sind die Miles and More Kreditkarten natürlich die ideale Wahl für alle, die sich an das Vielfliegerprogramm von Austrian Airlines binden wollen. Hier erfahrt ihr mehr zu den Miles and More Kreditkarten in Österreich (Direktlink).

Diners Club

Diners Club lebt so ein bisschen davon, die erste Kreditkarte der Welt auf den Markt gebracht zu haben. Allerdings hängt Diners Club bei der Akzeptanz sowohl hinter American Express als auch hinter Mastercard/Miles and More hinterher.

Dafür hat Diners Club erstaunlich attraktive Vorteile, die mit ihren Karten daherkommen. Das Flagschiff von Diners ist die Diners Vantage, die ihr schon für 140 Euro im Jahr bekommt. Dafür gibt es

  • Zugang zu den Lounges an den Flughäfen in Österreich sowie über Priority Pass zu weltweit 1300 Lounges
  • Eines von zwei Versicherungspaketen, die den Leistungen von AMEX Gold ähnlich sind. Ärgerlich ist, dass eines der Pakete eine Auslandskrankenversicherung und das andere eine Reisekosten Stornoversicherung enthält.
  • Priority Check In bei Austrian in Wien

Attraktiv ist aber vor allem, dass ihr für eure Umsätze Bonuspunkte sammelt und diese in Miles and More Meilen umwandeln könnt. Dabei erhaltet ihr für acht Euro Umsatz einen Bonuspunkt und für einen Bonuspunkt grundsätzlich vier Miles and More Meilen. Das Verhältnis entspricht hier also der Ratio wie bei der Miles and More Gold Mastercard. Die Diners Vintage hat sogar ein bsseres Tauschverhältnis. Hier bekommt ihr für einen Bonuspunkt sechs Miles and More Meilen, was – rein rechnerisch – dem Verhältnis der Miles and More Platinum entspricht. Allerdings geht die Rechnung nur auf, wenn man immer Ausgaben von mindestens acht Euro oder einem Vielfachen davon hat. Denn für einen Umsatz von z.B. 7,50 Euro gibt es keinen Punkt. Auch seid ihr bei Diners ebenfalls auf Miles and More festgelegt. Ein Transfer zu anderen Vielfliegerprogrammen ist nicht möglich.

Bei den Loungezugängen, die auf den ersten Blick sehr attraktiv für eine Karte mit 140 Euro Jahresgebühr scheinen, muss einschränkend erwähnt werden, dass nur 24 Loungezugänge pro Jahr inklusive sind. Ab dem 25. Zugang zahlt ihr 25 Euro pro Besuch dazu. Weiterhin ist für die freien Loungezugänge ein jährlicher Mindestumsatz von 3600 Euro erforderlich. Das klingt nicht sehr viel, kann aber ggf. wegen der schlechteren Akzeptanz der Karte ein Problem werden. Wer aber ein paar Flüge im Jahr mit der Diners Club zahlt, sollte schon über dem Limit sein.

Übrigens wird beim Diners Club Loungezugang immer darauf geachtet, dass ihr in den letzten 365 Tagen vor dem Loungebesuch den Mindestumsatz erreicht habt. Das bedeutet, dass ihr nach Ausstellung der Karte erstmal Umsatz machen müsst, um von dem freien Loungezugang zu profitieren.

24 Besuche sind übrigens nur bei der Diners Club Vantage inklusive. Bei den Diners Club Classic, Gold, Golf, Corporate, Business, Travel oder Co-Brand Cards sind es nur jeweils 12 kostenlose Besuche.

Hier lest ihr mehr zu den Diners Club Karten (Direktlink).

Fazit

Wer mit seinen Kreditkartenausgaben Meilen sammeln möchte, hat drei Produkte zur Auswahl. Während Miles and More und Diners das Sammeln von Miles and More Meilen ermöglichen, bietet American Express die Möglichkeit, Meilen bei sieben Vielfliegerprogrammen zu generieren. Da man beides sehr gut gebrauchen kann, würde ich zu einer Doppelstrategie neigen und mir eine AMEX sowie eine Miles and More Karte zulegen. Welche Farbe die jeweilige Karte hat, muss jeder anhand seines eigenen Reiseverhaltens abwägen. AMEX Gold und Platinum sind natürlich wegen der Willkommensboni extrem attraktiv, doch gilt hier wie bei jeder Anschaffung: Nutze ich die Vorteile auch wirklich.

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