Miles and More MyFlex Kreditkarte – Neue Meilenkarte ohne Jahresgebühr

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Miles and More Myflex Kreditkarte

Vor ein paar Tagen haben wir erfahren, dass Miles and More bei der Herausgabe seiner Kreditkarten zukünftig mit der Deutschen Bank zusammenarbeiten wird. Nun hat der bisherige Partner, die Deutsche Kreditbank (DKB) eine neue Miles and More Kreditkarte gelaunched, die ohne Jahresgebühr angeboten wird. Was die neue Miles and More MyFlex Kreditkarte kann und worauf ihr achten müsst – all das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Miles and More MyFlex Kreditkarte – dauerhaft ohne Jahresgebühr

Bei Miles and More ist man eifrig dabei, sein Kartenportfolio umzubauen. Früher in 2023 wurde uns bereits eine Gebührenerhöhung der beiden bisherigen Miles and More Kreditkarten mitgeteilt – einhergehend mit einer Verbesserung der Leistungen. Dann haben wir erfahren, dass die beiden klassischen Miles and More Cards – die Blue Card und die Gold Card zuzüglich Business und Statusvarianten – ab 2025 von der Deutschen Bank herausgegeben werden. Nun kommt der bisherige Herausgeber, die DKB, mit einem neuen attraktiven Meilenprodukt an den Markt.

Bisher galt die Aussage, dass eine Meilenkreditkarte eine Jahresgebühr erheben müsse, weil der Vorteil des Meilensammelns eben „geldwert“ sei. Während American Express mit der kostenlosen AMEX Payback diese Regel bereits unterminiert hat, gab es bisher bei den Kreditkarten mit Miles and More Meilen kein kostenloses Gegenstück. Allerdings sind die Preise für sowohl die Miles and More Blue Card, die Gold Card als auch die Eurowings Kreditkarten durchaus konkurrenzfähig.

Jetzt setzt die DKB aber noch einen drauf und bietet eine Miles and More Kreditkarte dauerhaft ohne Jahresgebühr an. Die Miles and More Myflex Card hat dabei die gleiche Sammelrate wie alle anderen Miles and More Kreditkarten – ihr erhaltet eine Meile je zwei ausgegebenen Euro. Jetzt die neue Miles and More MyFlex Card beantragen.

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Miles and More MyFlex – Meilen sammeln pur

Eine Jahresgebühr wird neben der Meilensammelfunktion auch mit zusätzlichen Vorteilen begründet, die mit einer Kreditkarte einhergehen. So werden Premiumkreditkarten in der Regel mit einem Versicherungspaket ausgestattet und haben oft noch weitere Vorteile wie Rabatte, Vorteile bei Partner o.ä.

All das gibt es bei der neuen Kreditkarte der DKB nicht. Alles, was ihr mit der Karte machen könnt, ist bezahlen – und damit Meilen sammeln. Die kostenlose MyFlex kommt dabei allerdings auch nicht mit einem Meilenschutz daher. Wir erinnern uns: Die Preiserhöhung für die Blue Card wurde u.a. mit der Einführung eines bedingungslosen Meilenschutzes begründet. Meilen, die ihr mit der neuen MyFlex Kreditkarte sammelt, unterliegen dagegen dem normalen Verfall des Miles and More Programms.

Miles and More Meilenverfall

Miles and More Meilen verfallen 36 Monate nach dem Sammelereignis zum Ende des Quartals. Machen wir das einem Beispiel etwas deutlicher: Wenn ihr am 10.07.2023 von Hamburg nach München geflogen seid und den Flug bei Miles and More habt anschreiben lassen, sind die Prämienmeilen 36 Monate gültig. Die 36 Monate enden am 09.07.2026, doch die Meilen verfallen erst zum Quartalsende – in diesem Fall also zum 30.09.2026. Nun sind 36 Monate eine lange Zeit, in der man Gelegenheit haben sollte, angesammelte Meilen auch mal für einen Prämienflug einzulösen. Doch wer auf First Class Flüge spart (ggf. sogar hin und zurück), benötigt dafür schon bis zu 222.000 Meilen, was eben eine Weile dauern kann, wenn man Meilen eher so nebenher sammelt.

Fehlender Meilenschutz ist also etwas, was man bedenken sollte und wo man seine eigene Sammelstrategie und das Sammeltempo realistisch einschätzen muss um zu beurteilen, ob die neue Kreditkarte etwas für einen ist. Was sicherlich keinen Sinn macht: Die MyFlex Kreditkarte zusätzlich zu einer klassischen Miles and More Kreditkarte zu beantragen. Denn der einzige Sinn der neuen Karte ist ja gerade, ein Angebot für diejenigen zu schaffen, die keine Jahresgebühr zahlen wollen.

Weitere Vorteile der neuen Lufthansa Kreditkarte – Fehlanzeige

Neben dem fehlenden Meilenschutz kommt die neue kostenlose Lufthansa Kreditkarte auch mit sonst keinen weiteren Vorteilen daher. Es gibt also keine Versicherungen, Lounge Voucher, Avis- Vorteile oder sonstige Annehmlichkeiten. Das werden all jene verschmerzen können, die bereits eine AMEX Kreditkarte mit entsprechenden Vorteilen haben. Was mich betrifft, so habe ich die Miles and More Blue Card seit Jahren ausschließlich zum Meilen sammeln mit Revolut. Irgendwelche Vorteile habe ich nie benötigt oder vermisst.

Was wir zu der neuen kostenlosen Lufthansa Kreditkarte aktuell allerdings noch nicht wissen ist, ob das Aufladen des Revolut Kontos auch mit ihr als meilenfähig eingestuft werden wird. Andere Kreditkarten wie die Barclays Eurowings Cards werten das Aufladen von Revolut als Bargeldverfügung und schreiben dafür keine Meilen gut. Für eine Meilengutschrift spricht, dass der Herausgeber ja der gleiche ist wie bisher, aber 100%ige Gewissheit werden wir erst haben, wenn wir entsprechende Erfahrungen von Karteninhabern kennen.

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Miles and More MyFlex – Nachteile

Kostenlose Kreditkarten bzw. Kreditkarten ohne Jahresgebühr kommen oft mit Einschränkungen daher. Schließlich will die herausgebende Bank ja auch irgendwie Geld verdienen. Bei der neuen MyFlex Card der DKB ist dies die Teilzahlungsfunktion, die ihr nicht abstellen könnt. Diese kann hohe Kosten verursachen, wenn ihr nicht sehr diszipliniert jeden Monat das Kartensaldo ausgleicht.

Miles and More MyFlex mit Teilzahlungsfunktion

Viele Kartenherausgeber haben eine Teilzahlungsfunktion bei ihren Kreditkarten voreingestellt. Der Grund ist einfach: Sie spült Geld aufgrund hoher Zinsen in die Kassen des Kreditinstituts. Normalerweise könnt ihr die Begleichung der Rechnung eurer Kreditkarte bequem per Lastschrifteinzug bzw. SEPA Mandat einrichten. So könnt ihr nicht in Verzug geraten und der fällige Betrag wird regelmäßig von eurem hinterlegten Abrechnungskonto abgebucht.

Bei der Teilzahlungsfunktion wird hingegen nur ein Teilbetrag von dem Konto eingezogen. Dieser Teilbetrag muss mindestens 10% (mindestens 50 Euro) und darf höchstens 50% des fälligen Betrags betragen. Den Rest müsst ihr im Falle der MyFlex Kreditkarte innerhalb von zehn Tagen nach Fälligkeit per Überweisung ausgleichen. Andernfalls werden Zinsen in Höhe von 16% fällig (effektiver Jahreszins: 17,23%).

Kreditkartenkonto darf nicht dauerhaft im Guthaben geführt werden

Nun könnte man zur Umgehung der Zinsen ja auf die Idee kommen, einfach jeden Monat ein paar Tausend Euro vorsorglich auf das Kreditkartenkonto überweisen. Doch dies ist laut FAQ zur neuen Miles and More Kreditkarte nicht zulässig.

Die Miles & More MyFlex Credit Card kann nicht dauerhaft im Guthaben geführt werden. Sie können Einzahlungen zum Ausgleich des Saldos oder zur kurzfristigen Erhöhung Ihres Kartenlimits tätigen. Guthaben, das beispielsweise durch Rückbuchungen von Zahlungen (z. B. durch Erstattung) entstanden ist, wird automatisch zum Abrechnungsstichtag auf Ihr Abrechnungskonto ausgezahlt.

Die Formulierung ist durch das „beispielsweise“ ein bisschen unklar gehalten. Doch ich verstehe die Regelung so, dass Guthaben auf dem Kreditkartenkonto am Abrechnungsstichtag auf euer Konto zurücküberwiesen wird, so dass ihr die Teilzahlung so nicht umgehen könnt.

Ihr werdet also die Disziplin aufbringen müssen, jeden Monat darauf zu achten, dass ihr den fälligen Abrechnungsbeitrag pünktlich überweist. Ansonsten kann aus der kostenlosen Kreditkarte sehr schnell eine sehr teure Kreditkarte werden. Dieses Vorgehen ist für kostenlose Kreditkarten nicht völlig unüblich. Man muss sich eben vor Augen halten, dass Kreditkartenherausgeber auch irgendwie Geld verdienen wollen.

Gebühren für Kartenleistungen

Die Tatsache, dass die Karte keine Jahresgebühr kostet, heißt nicht, dass sie komplett gebührenfrei ist. Wie die anderen Miles and More Kreditkarten auch fallen bei der MyFlex Kreditkarte z.B. Gebühren für den Fremdwährungseinsatz in Höhe von 1,95% an.

Auch für die Bargeldabhebung am Geldautomaten werden hohe Gebühren berechnet. Selbst wenn die Abhebung in Euro erfolgt, werden hier zwei Prozent (mindestens fünf Euro) des Abhebungsbetrags fällig. Bei anderen Währungen als Euro kommen die Fremdwährungsgebühren in Höhe von 1,95% noch on top. Bargeldabhebungen am Schalter kosten sogar drei Prozent des Abhebungsbetrags. Für die Bargeldbeschaffung fällt diese Karte daher aus. Der Fairness halber muss man sagen, dass das für fast alle Meilenkreditkarten gilt. Die einzige mir bekannte Ausnahme was die Fremdwährungsgebühren angeht, ist die Eurowings Premium Kreditkarte.

Miles and More Myflex Kreditkarte

© Miles & More GmbH

Miles and More Zusatzpakete

Wie für die anderen Miles and More Kreditkarten könnt ihr auch für die neue MyFlex Card individuelle Zusatzpakete dazubuchen. Ich habe die Funktionsweise und Vor- und Nachteile der Miles and More Zusatzpakete schon einmal in einem eigenen Artikel analysiert. Folgende Zusatzpakete sind für die MyFlex verfügbar.

  • Miles Plus 6000: 8,90 Euro/Monat = 106,80 Euro –> 1,78 Cent pro Meile
  • Miles Plus 12.000: 15,90 Euro/Monat = 190,80 Euro –> 1,59 Cent pro Meile
  • Miles Plus 30.000: 32,90 Euro/Monat = 394,80 Euro –> 1,32 Cent pro Meile
  • Miles Plus 60.000: 59,90 Euro/Monat = 718,80 Euro –> 1,2 Cent pro Meile
  • Shopping Guarantee: 2,90 Euro/Monat
  • Travel Security: 2,90 Euro/Monat
  • Internet Protection: 2,90 Euro/Monat

Mit den Miles Plus Paketen steigert ihr eure Sammelrate um eine Meile pro zwei Euro. Ihr erhaltet dann also zwei Meilen je zwei Euro, was nicht zu verwechseln ist mit einer Meile pro Euro. Bei einem Umsatz von 1,99 Euro für ein paar Brötchen beim Bäcker würdet ihr also keine Meilen erhalten und bei einem Kauf für 7,99 Euro nur sechs (statt sieben).

Die zusätzlichen Meilen sind allerdings je nach Paket bei 6000, 12.000, 30.000 oder 60.000 Meilen im Jahr gedeckelt. Der Preis wird dagegen pro Monat erhoben. Den Bestpreis pro Meile erzielt ihr erwartungsgemäß mit dem größten Paket. Doch Vorsicht: Ihr bekommt für die 718,80 Euro Jahresgebühr nur dann 60.000 zusätzliche Prämienmeilen, wenn ihr auch den entsprechenden Umsatz liefert. Ihr müsstet also mindestens 120.000 Euro Jahresumsatz mit der MyFlex Card machen, um auch wirklich die vollen 60.000 Meilen zusätzlich zu erhalten. Für die Hürde sind m.E. 1,2 Cent pro Meile kein attraktiver Preis. Besser Meilen über Bundle&Go kaufen.

Was kann die neue Lufthansa MyFlex Kreditkarte?

Im Großen und Ganzen ist der Funktionsumfang der Karte auf Zahlen und Meilen sammeln beschränkt. Technisch ist die Mastercard natürlich mit Apple und Google Pay Funktion ausgestattet und folgt dem 3D Secure Sicherheitssystem. Eure Umsätze könnt ihr im Onlinekonto oder der Miles and More Credit Card App nachverfolgen.

Miles and More pusht auch die Miles Pay Funktion, mit der ihr eure wertvollen Prämienmeilen für das Bezahlen von alltäglichen Einkäufen verwenden könntet. Selbst bei Aktionen, bei denen es einen Meilenrabatt gibt, ist Miles Pay praktisch nie eine gute Einlösung für Meilen. Es gilt der Merksatz aus dem Meilensammel- Lexikon: Niemals Prämienmeilen für etwas anderes ausgeben als für Prämienflüge in der Business oder First Class.

Ausnahmen können gelten, wenn ihr eine kleine Restmenge an Meilen auf dem Konto verbleibend habt und das Sammeln aufgebt. Dann kann man ein paar Hundert verbliebene Meilen auch mal für was Sinnloses ausgeben.

Miles and More MyFlex Kreditkarte – Häufige Fragen

Gibt es die Miles and More Kreditkarte umsonst?
Die neue Miles and More MyFlex Kreditkarte der DKB kommt ohne Jahresgebühr daher. Gebühren werden aber für Teilzahlungsfunktion, Bargeldabhebungen oder Umsätze in Fremdwährungen erhoben.
Wie viele Meilen sammle ich mit der Miles and More MyFlex Kreditkarte?
Mit der MyFlex Card sammelt ihr eine Meile pro zwei Euro Umsatz. Die Karte hat damit die gleiche Sammelrate wie alle Miles and More Kreditkarten.
Wie funktioniert die Miles and More Kreditkarte?
Mit der Miles and More MyFlex Kreditkarte sammelt ihr Prämienmeilen mit Alltagsausgaben – auch wenn diese gar nichts mit Fliegen zu tun haben. Mit jedem Einsatz der Karte sammelt ihr eine Meile je zwei Euro Umsatz. Statusmeilen gibt es dagegen nur beim Fliegen.
Wie kann ich meine Lufthansa Kreditkarte kündigen?
Ihr könnt die MyFlex Kreditkarte jederzeit zum Monatsende kündigen. Die Kündigung richtet ihr an folgende Anschrift: Lufthansa Miles & More Credit Card Service Postfach 2620 94016 Passau oder an service@lufthansacard.de.

Fazit

Eine Meilenkreditkarte pur hat die DKB da herausgegeben. Die Miles and More MyFlex Card kann nicht viel mehr als Meilen sammeln. Dafür kostet die neue Lufthansa Kreditkarte keine Jahresgebühr. Das ist vor allem ein tolles Angebot für alle, die typische Kreditkartenvorteile wie Reiseversicherungen schon über eine andere Kreditkarte haben und nicht mehr wollen als Miles and More Meilen zu sammeln.

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