Miles and More Meilentausch NICHT attraktiver – Prämienmeilen in Statuspunkte tauschen

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Miles and More Prämienmeilen in Statusmeilen tauschen

Die Möglichkeit, Prämienmeilen bei Miles and More in Statusmeilen zu tauschen, gibt es schon lange. Doch mit der Einführung des neuen Statussystems ist diese Möglichkeit erheblich aufgewertet eher abgewertet worden. Tatsächlich erhaltet ihr im Vergleich zum alten System die gleiche Zahl an Statuspunkten für die gleiche Anzahl an Prämienmeilen – aber eben nur für ein Jahr Statusgültigkeit. Alles zum Miles and More Meilentausch im neuen Statusprogramm erfahrt ihr in diesem Artikel.

Miles and More Meilentausch – wie Prämienmeilen in Statuspunkte tauschen

Die Möglichkeit, Miles and More Prämienmeilen in Statuspunkte umzuwandeln, gibt es nur für Inhaber von Miles and More Kreditkarten. Genauer gesagt, funktioniert der Meilentausch sogar nur mit der Miles and More Gold Card, der Statuskarte für Frequent Traveller und der Senator Status Kreditkarte. Mit der günstigen Miles and More Blue Card, die es Anfang 2024 mit 10.000 Meilen Willkommensbonus gibt, könnt ihr dagegen keine Meilen tauschen.

In der Schweiz ist ein Meilentausch nur mit der SWISS Miles & More Classic Kreditkarten-Duo, SWISS Miles & More Gold Kreditkarten-Duo oder SWISS Miles & More Platinum Kreditkarten-Duo möglich.

Dieser eng gefasste Personenkreis hat also die Möglichkeit, bis zu 25.000 Prämienmeilen in Statuspunkte umzutauschen. Dabei ist darauf zu achten, dass diese Prämienmeilen durch Umsätze im aktuellen oder vorherigen Kalenderjahr generiert worden sein müssen. Prämienmeilen aus Willkommensboni oder Mehrfachmeilen aus Aktionen wie den dreifachen Meilen im Dezember können nicht in Statuspunkte umgetauscht werden.

Auch könnt ihr den Meilentausch nur einmal im Jahr durchführen. Es ist also nicht möglich, einmal 5000 Prämienmeilen in Statuspunkte zu tauschen und am Jahresende noch mal 5000, weil euch noch ein paar Statuspunkte fehlen.

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Wie viele Prämienmeilen könnt ihr umtauschen?

Es können nur festgelegte Pakete von Prämienmeilen in Statuspunkte umgetauscht werden. Die folgenden Pakete stehen euch dabei zur Verfügung:

  • 5.000 Meilen = 20 Points + 20 Qualifying Points
  • 10.000 Meilen = 40 Points + 40 Qualifying Points
  • 15.000 Meilen = 60 Points + 60 Qualifying Points
  • 20.000 Meilen = 80 Points + 80 Qualifying Points
  • 25.000 Meilen = 100 Points + 100 Qualifying Points

Wie ihr seht, bleibt die Ratio immer die gleiche. Ihr könnt Prämienmeilen in 5000’er Schritten in Punkte umtauschen und erhaltet dabei immer für jeweils 5000 Meilen 40 Statuspunkte. Die Hälfte der so generierten Statuspunkte sind dabei die besonders wertvollen Qualifying Points, von denen ihr bei der Qualifikation für einen Status ja immer 50% erreichen müsst. Qualifying Points können normalerweise nur auf Flügen mit vollintegrierten Miles and More Airlines – Lufthansa Gruppe, LOT, Croatia Airlines und Luxair – gesammelt werden.

Maximal könnt ihr wie bisher 25.000 Meilen in Statuspunkte umwandeln und erhaltet im Bestfall so 100 Statuspunkte, die zugleich 100 Qualifying Points sind. Bisher war es so, dass ihr für 25.000 Prämienmeilen 5000 Statusmeilen bekommen konntet.

Im neuen Statusprogramm bleibt der Wert eurer eingetauschten Prämienmeilen somit gleich. Bisher konntet ihr 5000 Statusmeilen bekommen. Diese entsprachen 5% der 100.000 erforderlichen Meilen für den Senator Status. Nunmehr bekommt ihr 100 Statuspunkte – ebenfalls 5% der erforderlichen 2000 Punkte für den Senator Status. Die Ausbeute aus den umgewandelten maximal 25.000 Prämienmeilen bleibt also gleich. Allerdings müsst ihr den Meilentausch nun jedes Jahr machen, denn die Statusgültigkeit hat sich ja von zwei Jahren auf ein Jahr halbiert.

Die Meilentausch- Option findet ihr in eurem Miles and More Konto unter dem Menupunkt Status- Management.

Miles and More Meilentausch – gibt es auch HON Circle Meilen?

Während ihr beim Meilentausch in jedem Paket zu gleichen Teilen Statuspunkte und Qualifying Points erhaltet, zählen die so generierten Punkte nicht für die Qualifikation für den HON Circle Status. HON Circle Punkte gibt es also weiterhin ausschließlich auf Business oder First Class Flügen mit einer der Miles and More Airlines.

Prämienmeilen in Statuspunkte tauschen – Lohnt sich das?

Da Multiplikatoren für das Meilensammeln von dieser Aktion ausgeschlossen sind, müsst ihr als Inhaber einer privaten Miles and More Gold Card in der Regel mindestens 50.000 Euro Umsatz mit der Karte machen, um überhaupt 25.000 Prämienmeilen umtauschen zu können. In der Praxis wird es sogar deutlich mehr als 50.000 Euro sein, da es ja für Beträge bis zu den nächsten vollen zwei Euro gar keine Meilen gibt. Wer für 9,00 Euro einkauft, bekommt dafür vier Prämienmeilen – und eben nicht viereinhalb.

Nun ist ein Umsatz von 50.000 Euro gerade im Zusammenwirken eurer Miles and More Kreditkarte mit einem Revolut Konto nicht unmöglich zu erreichen. Dies gilt umso mehr, als der Umsatz nicht in einem Jahr sondern im vorigen und dem aktuellen Kalenderjahr kumulativ erreicht werden muss. Aber ambitioniert es es schon, da viele Meilensammler ihre Alltagsausgaben eben lieber mit der flexibleren American Express Kreditkarte zahlen. Auch ist unklar, ob die alte Regelung, nach der ihr die Meilen der letzten beiden Jahre umwandeln könnt, noch aktuell ist oder ob man bei Miles and More schlicht den Text nicht an die neue Statusgültigkeit angepasst hat.

Alle Regeln zum Miles and More Meilentausch lest ihr auch auf der Webseite von Miles and More hier.

Alternative Wege zum Star Alliance Gold

Natürlich gibt es aber auch leichtere Wege zum Star Alliance Gold, wenn es einem nur auf die allianzweiten Vorteile ankommt. Hier ist man bei Turkish Airlines Miles&Smiles, Lifemiles oder Aegean Miles + Bonus sicherlich besser aufgehoben. Von SAS Eurobonus oder Asiana Club sollte man wegen deren ungewisser Zukunft in der Star Alliance dagegen eher absehen.

Turkish Airlines Miles&Smiles ist derzeit für frustrierte Miles and More Senatoren besonders attraktiv. Denn das Vielfliegerprogramm des türkischen Nationalcarriers bietet seinen Status Match aktuell auch für Inhaber eines Miles and More Status an. Offiziell gilt dieser nur für Statusinhaber aus anderen Allianzen, doch wir wissen von erfolgreichen Statusmatches des Senator Status. Beachtet dabei dass es sich genau genommen nicht um einen Status Match sondern eine Status Challenge handelt. Ihr müsst für die volle Statusgültigkeit Flüge mit Turkish Airlines absolvieren. Dabei reicht in der Regel ein Business Class Flug von Deutschland nach Asien aus, um den Status für volle zwei Jahre zu bekommen.

Fazit

Wem eine bestimmte Anzahl an Statuspunkten fehlt, für den kann diese Variante des Meilentauschs kostengünstiger sein als ein zusätzlicher Flug kurz vor Jahresende. Insbesondere für den Senator Status mag sich der Aufwand angesichts der Vorteile möglicherweise für den einen oder anderen lohnen.

Danke an Senator Mario, der mir die etwas irreführende Terminologie von Miles and More erklärt hat.

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6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Kai,
    habe ich da jetzt einen Denkfehler oder Du? 🙂
    Bei M&M heißt es:
    „Um den Senator Status zu erreichen oder zu verlängern, benötigen Sie mindestens 2.000 Points und 1.000 Qualifying Points in einem Kalenderjahr.“
    Wenn ich also 2.000 Points für den Senator brauche und für 25.000 Prämien-Meilen jetzt 100 Points bekomme, sind das genau wie früher 5%. Wenn ich das ganze System nicht völlig falsch vestanden habe, sind die „Qualifying Points“ doch im Grunde nur ein Nachweis, daß man mit LH & Co. geflogen ist. Man bekommt gleich viele „Qualifying Points“ wie „Points“, wenn man mit LH & Co. fliegt, ansonsten nur die Points. Die beiden Kategorien darf man doch nicht addieren, oder?
    Beste Grüße
    Mario

    Antworten
    • Hallo Mario,
      ich werde das noch mal bei Miles and More gegenchecken. Deren Webseite sagt ja recht eindeutig „100 Points + 100 Qualifying Points“, was eigentlich dafür spricht, dass es sich um 200 Punkte handelt. Points sind dabei alle Statuspunkte, die man bei Miles and More so sammeln kann – inklusive Star Alliance Partner, während Qualifying Points eben Points sind, die man nur auf Miles and More Airlines sammeln kann. Das sind schon zwei verschiedene Arten von Punkten, die man eben bei verschiedenen Partnern sammelt. Da man bei jeder Statusstufe auch mindestens die Hälfte an QP benötigt, macht eine 50%- Aufteilung hier also auch durchaus Sinn.
      Ich hatte die Verdopplung eher darauf geschoben, dass man jetzt eben jedes Jahr neu qualifizieren muss und nicht mehr alle 2 Jahre wie zuvor. Für 2 Jahre Senator Status benötigt man jetzt eben – platt gesagt – nicht 2000 Punkte sondern 4000. Wenn man so rechnet, sind es dann auch wieder nur 5%.

      Antworten
  • Hallo Kai,
    das neue System verstehe ich so:
    Man bekommt für einen Flug:
    – entweder nur Points (für sonstige Star-Allianz-Partner) oder
    – Points + Qualifying-Points (für Economy und Premium Economy in LH etc.) oder
    – Points + Qualifying Points + HON-Points (ab Business-Class in LH etc.)
    und zwar jeweils in der gleichen Höhe!
    D.h. aus meiner Sicht: Es gibt gar keine Möglichkeit, z.B. nur „Qualifying-Points“ zu bekommen, sondern immer nur im Zusammenhang mit (Status-)“Points“.

    Für einen Senator braucht man also 2.000 Points, wobei man die mindestens zu 50% mit Lufthasa&Co. erflogen haben muß. Genau das sagen die 1.000 Qualifying-Points.
    Man kann also z.B. fünf Mal mit TG one-way Business von FRA nach BKK fliegen und bekommt dafür 1.000 Points (und nichts weiter).
    Fliegt man dieselbe Strecke fünf Mal one-way in Business zurück mit LH, dann bekommt man 1.000 Points + 1.000 Qualifying-Points + 1.000 Hon-Points.
    Zusammen hätte man so den Senator geschafft.
    Die 100 Points + 100 Qualifying Points für 25.000 Prämien-Meilen sind für mich somit nur 5% zum Senator, auch wenn der Erlös dann der o.g. zweiten Kategorie zugeordnet würde.
    Oder noch anders ausgedrückt:
    Selbst wenn man nun theoretisch sogar 250.000 Prämienmeilen tauschen dürfte, hätte man immer noch erst 50% zum Senator geschafft.
    Vorteil ist einzig, daß man mit dem Kauf/Tausch die „besseren“ 100 Points erhält, aber eben nicht mehr!
    Aus meiner Sicht wäre es auch dreist, wenn die Lufthansa, die selbst auf die Qualifying-Points besteht, nun beim Tausch in ihrem eigenen System die „schlechteren“ Status-Points austeilt.
    Und dann gilt das Ganze obendrein nur noch für ein Jahr. Für mich ist das eben genau das Gegenteil: nämlich eine Halbierung des Wertes.
    Wenn ich Deiner (theoretischen, aber durchaus richtigen) Rechnung folge, daß man für zwei Jahre Senator nun 4.000 Points bräuchte, ergäbe ein Tausch von 25.000 Prämienmeilen in nur einem der beiden Jahre nur 2,5% dessen, was man für den Senator für zwei Jahre an Punkten bräuchte. Man müßte nun eben schon in beiden Jahren jeweils 25.000 Meilen tauschen, um wieder 5% für den Senator (für zwei Jahre) zu generieren, wie es bisher der Fall war.
    Beste Grüße
    Mario

    Antworten
    • Hallo Mario,
      deine Überlegungen machen schon Sinn. Ich warte mal ab, wie sich Miles and More dazu meldet. Während bei uns beiden hier der Tag ja schon wieder fast vorbei ist, fängt die Arbeitswoche in Deutschland ja erst ein einer Stunde richtig an. 😉

      Antworten
  • Hallo Kai,
    bei mir geht es morgen leider schon wieder zurück in den Gefrierschrank. :-/
    Aber nur für 6 Wochen! 🙂
    Da bin ich auch mal gespannt, was Dir Miles and More antworten wird, wobei für mich die Sache inzwischen klar ist. Die „Qualifying Points“ sind nur eine Art „Rechenhilfe“, um zu sehen, ob man mindestens 50% der Points bis zum FTL bzw. SEN mit LH&Co. erflogen hat.
    Beste Grüße
    Mario

    Antworten
    • Hallo Mario,
      die Antwort von Miles and More war schon gestern da. Man antwortet da wirklich immer sehr schnell. Du hast mit deiner Vermutung Recht, und ich habe den Text auch schon entsprechend angepasst. Ich hätte eine vermutete Verbesserung bei Miles and More wahrscheinlich direkt hinterfragen sollen lol.
      Was das neue Programm an sich angeht, bleibe ich dabei, dass es eher leichter geworden ist, einen Status zu erfliegen. Nur die Statusgültigkeit nervt natürlich. Dir gute Rückreise nach Deutschland und bis bald.

      Antworten

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